Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS)

Warnstreiks bei den Innungskrankenkassen

In der aktuellen Tarifrunde im System der Innungskrankenkassen (IKK) hat die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) für Mitte April 2018 bundesweit zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen bei einzelnen Unternehmen aufgerufen.

Auslöser ist das aus Sicht der Beschäftigten nach wie vor viel zu niedrige Angebot der Arbeitgeber, das im krassen Widerspruch zu den jüngsten Tarifabschlüssen bei anderen gesetzlichen Krankenkassen stehe: Auch in der dritten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber nur Vergütungserhöhungen knapp über der Inflationsrate angeboten. Dadurch würden die Mitarbeiter der Innungskrankenkassen dauerhaft vom Vergütungsniveau bei den übrigen Krankenkassen abgekoppelt.

Um vor der Fortsetzung der Verhandlungen am 25. April 2018 ein deutliches Signal zu setzen, hat die GdS die Freigabe für eintägige Warnstreiks erteilt. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht ein fühlbares Plus im Portemonnaie. Das sind die Arbeitgeber den Beschäftigten als Anerkennung für die geleistete Arbeit und als Zeichen der Wertschätzung für deren tagtäglichen Einsatz schuldig“, so GdS Verhandlungsführerin Sabine Wellnitz. Man werde nicht zulassen, dass die Mitarbeiter der Innungskrankenkassen bei der Bezahlung das Nachsehen haben: „Es muss Schluss sein mit der tarifpolitischen Magerkost. Mit Krümeln in Form von Minimalanhebungen der Vergütungen werden wir uns nicht abspeisen lassen.“

 

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