Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS)Warnstreik-Welle in der AOK-Vergütungsrunde

In der Vergütungsrunde für die AOK-Tarifbeschäftigten stehen die Zeichen auf Sturm: Nachdem die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde unter fadenscheinigen Argumenten kein Ange-bot vorgelegt haben, hat die GdS zeitnah massive Warnstreiks eingeleitet.

Im Zeitraum vom 4. bis einschließlich 12. Februar 2026 hat die GdS mit ihrer Warnstreik-Welle nahezu alle Landes-AOKs erfasst. Tausende Beschäftigte haben sich bundesweit an Kundgebungen beteiligt und ein kraftvolles Signal für faire Löhne und Wertschätzung ihrer Arbeit gesetzt.

„Die Resonanz ist überwältigend. Von Nord bis Süd, von Ost bis West – die AOK-Beschäftigten sind geschlossen auf die Straße gegangen. Unsere Kolleginnen und Kollegen zeigen eindrucksvoll, dass sie nicht länger bereit sind, ihre herausragende Arbeit unter Wert zu verkaufen“, erklärt Maik Wagner, GdS-Bundesvorsitzender und dbb-Vize. „Die Arbeitgeberseite muss jetzt endlich Farbe bekennen – die Zeit der Hinhaltetaktik ist vorbei.“

Die GdS bekräftigt ihre Forderungen: Eine Erhöhung der Vergütungen um 7 Prozent beziehungsweise um mindestens 350 Euro monatlich sowie die Anrechnung der Ausbildungsjahre auf die Stufenlaufzeit sind das Mindeste, was den rund 55.000 Tarifbeschäftigten der AOKs zusteht.

Die nächste Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft der AOK (TGAOK) am 17. und 18. Februar in Berlin wird zeigen, ob die Arbeitgeberseite die Botschaft verstanden hat. Die GdS ist jedenfalls bereit, den Druck weiter zu erhöhen, sollte kein faires Angebot auf dem Tisch liegen. „Wir streiken nicht aus Spaß, sondern aus Notwendigkeit. Wer täglich Spitzenleistungen für Millionen Versicherte erbringt, verdient Spitzenbedingungen", so Wagner abschließend.

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