dbb spricht sich gegen Absenkungen aus

URGmbH: Forderungen vorgestellt

In der ersten Tarifverhandlung am 19. Dezember 2012 zwischen dem dbb und der URGmbH wurde vor allem eins deutlich: Man hätte schon viel früher mit den Verhandlungen beginnen sollen. Wir standen für Verhandlungen bereit. Von Arbeitgeberseite aus wurden wir vertröstet. Viele Fragen sind ungelöst. Diese können erst jetzt abgearbeitet werden.

In der ersten Runde hat die Tarifkommission des dbb der Arbeitgeberseite ihre Forderungen präsentiert. Kernforderung ist die Eingruppierung der Rettungssanitäter in die Entgeltgruppe 4 und der Rettungsassistenten in die Entgeltgruppe 6. Des Weiteren umfassen die Forderungen die dynamische Anbindung an die Regelungen und Entgeltentwicklungen im TVöD, die Anerkennung der Vorbeschäftigungszeiten und Wahrung der Besitzstände. Zusätzliche wichtige Punkte sind die Einführung einer Jahressonderzahlung für alle Beschäftigten und die Gewährung von einem Tag Sonderurlaub für Gewerkschaftsmitglieder. Um auch künftig höhere Verantwortung zu würdigen, soll die bestehende Funktionszulagentabelle beibehalten werden. Werden Kolleginnen und Kollegen aus dem Frei zum Dienst herangezogen, soll dies wie Feiertagsarbeit vergütet werden. Diese Forderungen sind kein überlanger Wunschzettel, sondern nur faire Arbeitsbedingungen für ein rekommunalisertes Unternehmen.

Gleichzeitig konfrontierte uns der Arbeitgeber mit seinem Plan, die Stundenzahl der Beschäftigten abzusenken. Das wäre mit massiven Gehaltseinbußen verbunden, obwohl die Zahl der Dienste pro Woche gleich bleiben soll. Das ist für uns so nicht zu akzeptieren. Denn hier würde man den Beschäftigten die geringere Auslastung im ländlichen Raum zum Vorwurf machen. Die Beschäftigten im uckermärkischen Rettungsdienst würden so auf Dauer weniger verdienen, als ihre Kollegen im übrigen Bundesgebiet. Wir raten jeder Kollegin und jedem Kollegen keiner Änderung seiner Arbeitsbedingungen zuzustimmen. Denn es gilt in jedem Fall die arbeitsvertraglich vereinbarte Stundenzahl.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte Februar geplant. Bis dahin werden wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort die Arbeitgebervorschläge bewerten und eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen.

Auch wenn bald Weihnachten ist, wir werden dem Arbeitgeber nichts schenken.

 

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