• Klaus Dauderstädt

Dauderstädt zur Einkommensrunde 2013:

Tarifergebnis ohne Fortschritt bei der Lehrer-Entgeltordnung nicht akzeptabel

Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt hat erneut deutlich gemacht, dass die tarifliche Eingruppierung der Lehrkräfte für die beteiligten Gewerkschaften ein zentrales Thema bei der laufenden Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder ist. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine Tarifeinigung in 2013 akzeptieren können, ohne dass zum Thema Lehrer-Entgeltordnung ein konkreter Fortschritt erzielt wird“, sagte der dbb Chef in einem Interview mit der Neuen Sächsischen Lehrerzeitung (Ausgabe 1/2013). „Es kann nicht sein, dass die Lehrerbezahlung willkürlich durch Arbeitgeberrichtlinien – in einem Land so, in dem anderen so – gehandhabt wird.“

Die Person des Verhandlungsführers bei den Gesprächen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder sei nicht entscheidend, so Dauderstädt, denn „Jens Bullerjahn gilt ähnlich wie sein Vorgänger Hartmut Möllring eher als harter Knochen am Verhandlungstisch“. Schwieriger sei „eher die Gesamtzusammensetzung der TdL-Kommission. Der gehört auch noch der sächsische Finanzminister sowie die Finanzsenatorin aus Bremen an. Insgesamt ist es ein Signal, dass man nicht die starken Länder schickt, sondern die Vertreter von finanzschwächeren Ländern.“ Daher sei es fraglich, ob es in den drei angesetzten Verhandlungsrunden zu einem Ergebnis komme.

Als „Erfolgsmodell“ sieht der dbb Chef weiterhin die Kooperation zwischen dbb und ver.di bei den Tarifverhandlungen. Diese habe „bewiesen, dass rivalisierende Gewerkschaften im selben Sektor – sprich öffentlicher Dienst – durch Kooperation zu gemeinsamen Forderungsfindungen und Abschlüssen kommen können – im Schulterschluss gegenüber dem Arbeitgeber und der Politik.“

 

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