Gehaltserhöhungen von über 5,6 Prozent

Tarifeinigung Rettungsdienst Oberhavel

Der Tarifkonflikt bei der Rettungsdienst Oberhavel GmbH ist beendet. Am 12. August 2015 erzielten dbb und Arbeitgeber eine Einigung, die insgesamt Gehaltserhöhungen von mehr als 5,6 Prozent vorsieht. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und tritt rückwirkend zum 1. Januar 2015 in Kraft.

Im Einzelnen einigten sich beide Seiten unter anderem auf Entgeltsteigerungen von 2,9 Prozent zum 1. Januar 2015 und 2,7 Prozent zum 1. März 2016. Für Beschäftigte oberhalb der Tabelle treten zu diesen Terminen jeweils Erhöhungen von pauschal 50 Euro in Kraft. So kommt es zu Nachzahlungen von bis zu 1.000 Euro. Notfallsanitäter erhalten ab 1. Mai 2015 monatlich 200 Euro als Zulage, ab 1. März 2016 steigt die Zulage auf 210 Euro. Dies sei allerdings nur eine „Übergangslösung“, machte Sebastian Wiegandt, Verhandlungsführer des dbb, deutlich. Verbesserungen gibt es darüber hinaus bei Zeitzuschlägen und Funktionszulagen sowie bei den Urlaubsregelungen.

„Trotz der erreichten Fortschritte hätten wir uns ein besseres Ergebnis gewünscht“, so Wiegandt. „Dies scheiterte am Widerstand der Arbeitgeberseite, gegenüber der nicht mehr Druck aufgebaut werden konnte.“ Auch von Seiten der politisch Verantwortlichen habe es bedauerlicherweise keinerlei Signale zur Aufwertung des Rettungsdienstes gegeben. Dennoch bedeute die nun erzielte Tarifeinigung einen „echten Reallohngewinn“. Die Tarifeinigung steht bis Anfang September 2015 unter Gremienvorbehalt.

 

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