Stadt Naunhof: Protestkundgebung 25. Februar 2016

Wiederholt haben wir versucht, den Konflikt um eine tarifgerechte Bezahlung der Beschäftigten der Stadt Naunhof am Verhandlungstisch zu lösen. Dazu haben wir den direkten Kontakt mit den Damen und Herren Stadträten gesucht, die immer noch gegen ein faires und modernes Bezahlungssystem in Form des TVöD sind. Sämtliche unserer Gesprächsangebote wurden in den Wind geschlagen. Diese Ignoranz ist schlecht für Naunhof und daher unverständlich.

Um zu zeigen, dass dies uns nicht vom Kurs abbringt, rufen wir alle Beschäftigten der Stadtverwaltung zu einer Protestkundgebung vor der nächsten Stadtratssitzung auf:

Wir treffen uns am 25. Februar 2016 um 18:00 Uhr

auf dem Marktplatz in Naunhof,

um gemeinsam zu demonstrieren.

Diese Veranstaltung wird zeigen, dass die Kolleginnen und Kollegen in Naunhof weiter hinter ihren Forderungen stehen. Diese Veranstaltung wird zeigen, dass wir einen langen Atem haben und sie wird zeigen, dass wir geschlossen bis zu einem Ergebnis weiter kämpfen werden.

Hintergrund

Seit 1994 haben die Beschäftigten in Naunhof keinen gültigen Tarifvertrag mehr. Die Gemeinde ist aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten. Bezahlt wird nur auf Grundlage einzelvertraglicher Regelungen. Vielfach bleiben die Bezahlung und Arbeitsbedingungen hinter denen der übrigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst zurück. Diese Situation ist in Deutschland nahezu einmalig. Der friedliche Weg zurück in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) wurde vom Stadtrat bislang ver-hindert. Statt einer Kompromisslösung wurde auf Eskalation gesetzt. Dies ist der Grund dafür, dass wir den Bürgermeister in Naunhof zu Tarifverhandlungen aufgefordert haben und unseren Forderungen ab sofort mehr Nachdruck verleihen.

Der dbb und die DVG Sachsen setzen sich für tarifvertragliche Lösungen und gleichwertige Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten der Stadt Naunhof ein.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung