• Trucktour in Bielefeld

dbb Truck in Bielefeld: 6,5 Prozent-Forderung bekräftigt

Silberbach unterstreicht Leistung des öffentlichen Dienstes

Der dbb wirbt mit der Kampagne „Starkes Land – faire Löhne“ um die Unterstützung der Bevölkerung in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen. Teil der Kampagne ist eine Truck-Tour durch zehn deutsche Städte, die am 22. Februar 2012 Bielefeld erreicht hat. Auf dem Jahnplatz wurde den Bürgerinnen und Bürgern rund um den eindrucksvollen dbb Truck die Arbeit des öffentlichen Dienstes vorgestellt.

Ulrich Silberbach, stellvertretender dbb Bundesvorsitzender, unterstrich die Leistung des öffentlichen Dienstes: „Wir nehmen den Bürgerinnen und Bürgern viele Sorgen ab. Ob Infrastruktur, Pflege, Erziehung oder Sicherheit: All das funktioniert in der Regel geräuschlos. Denn obwohl die Arbeit im öffentlichen Dienst selten die ganz großen Karrieren bereithält, ist sie für die meisten Beschäftigten nicht nur Beruf, sondern auch Berufung!“

Nun sei es an der Zeit, dass die Leistungen der Beschäftigten entsprechend anerkannt und honoriert würden. „Unsere Forderung lautet: 6,5 Prozent mehr beim Einkommen. Das ist nur gerecht, wenn man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre ansieht. Der letzte Abschluss hat kaum die Inflationsrate ausgeglichen. 6,5 Prozent sind fair“, so Silberbach.

Besonders besorgniserregend sei der wachsende Einkommensrückstand zur Privatwirtschaft. Dadurch sei der öffentliche Dienst im Wettbewerb um Nachwuchskräfte schlecht gerüstet. „Auf Grund der Altersstruktur der Beschäftigten werden in den nächsten Jahren viele Tausend in den Ruhestand gehen. Es muss aber dringend Nachwuchs her, damit Feuerwachen, Bürgerämter und Krankenhäuser auch in Zukunft mit gutem Personal hochwertige Leistung erbringen können.“

Hintergrund

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen beginnen am 1. März 2012 in Potsdam. Der dbb fordert eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6,5 Prozent, jedoch mindestens 200 Euro mehr für die rund zwei Millionen Beschäftigten. Auszubildende sollen übernommen und ihre Vergütung um 100 Euro angehoben werden.

 

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