• dbb jugend beim Europäischen Abend
    Steven Werner (2.v.l.) und Matthäus Fandrejewski (r.) im Austausch mit der ehemaligen JEF-Bundessekretärin Linn Selle (3.v.l.), Preisträgerin „Frauen Europas“, JEF-Vize Katharina Borngässer und DBJR-Vize Tobias Köck.

Europäischer Abend

Schluss mit Schuldzuweisungen – Gemeinsame europäische Zukunft entwickeln

„Europas Wirtschaft – Risse im Fundament?“ war das Thema des 22. Europäischen Abends am 16. März 2015 im dbb forum berlin. Ein Aspekt aktueller denn je, weisen doch die Statistiken zur Jugendarbeitslosigkeit immer noch ein konstant hohes Niveau aus. Für die dbb jugend nahmen Matthäus Fandrejewski (Sprecher der CESI Youth) und Steven Werner (Sprecher der AG Jugend in Europa der dbb jugend) teil.

Schwerpunkte des Abends sind u.a. die Digitalisierung und der Umgang mit der aktuellen Krisenpolitik in Europa gewesen. In einer Podiumsdiskussion waren sich die Diskutanten einig, Europa nicht nur an Euro und Cent messen zu können. Vielmehr müsse Europa auch als europäische Wertegemeinschaft gesehen werden, wozu nicht zuletzt eine sozialere Dimension Europas gehöre. Ein europäischer Wert, der auch von der dbb jugend gefordert wird. „Wir profitieren in Deutschland wahnsinnig von Europa, gerade auch als Jugend. Wenn wir in andere Länder schauen, erleben wir allerdings, wie Sparzwänge und polemische Wortspiele in der Krise das europäische Fundament langsam einreißen. Dabei sollte es selbstverständlich sein, einen Solidarbeitrag zu leisten. Damit würde dem politischen Extremismus in Europa der Nährboden entzogen“, kommentierte Steven Werner mit Blick auf die diesjährigen Wahlen in den Mitgliedsländern der EU.

Linn Selle (Preisträgerin „Frau Europas“ 2014) stellte in der Diskussion deutlich heraus, dass es paradox wäre, dass die Jugend zwar die europäischste Generation von allen wäre, aber gleichzeitig die Generation sei, die wirtschaftlich in Europa am meisten abgehängt wurde. Unterstützung fand diese Ansicht bei Matthäus Fandrejewski: „Wir sollten uns nicht gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben. Da drehen wir uns im Kreis. Wichtiger ist es, eine gemeinsame europäische Zukunft zu entwickeln. Als junge europäische Gewerkschafter werden wir uns an einer Debatte über die europäische Zukunft beteiligen.“

Im Vorfeld des europäischen Abends nutzten die Teilnehmer der dbb jugend die Möglichkeit, an einer Diskussionsveranstaltung zur europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik teilzunehmen, wo sie auch Vertreterinnen und Vertreter des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) und der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) trafen.

 

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