Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Schlichtung gescheitert

Die Schlichtung zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn sowie dem Arbeitgeberverband MOVE ist gescheitert.

Nachdem über die gesamte dreiwöchige Verhandlungsdauer hinweg keinerlei Fortschritte im Hinblick auf die Stabilität der Sozial- und Tarifpartnerschaft erzielt werden konnten, erklärte der gemeinsame Schlichter, der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, am 11. November 2020 in Berlin das Ende des Verfahrens.

Der GDL-Bundesvorsitzende und dbb Vize  Claus Weselsky dankte Platzeck für die umsichtige Verhandlungsführung und bedauerte, dass dessen Bemühungen erfolglos geblieben sind.

Der Hauptvorstand und die Bundestarifkommission der GDL hat mittlerweile entschieden, die selbst auferlegte Beschränkung auf das Zugpersonal aufzugeben und Verantwortung für das Gesamtsystem Eisenbahn und die dort vertretenen systemrelevanten Berufsgruppen zu übernehmen. „Jetzt liegt es an den Werkstattmitarbeitern, Wagenmeistern, Fahrdienstleitern, Signaltechnikern, Aufsichten und den anderen Mitarbeitern des direkten Personals in den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und auch Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU), gemeinsam mit dem Zugpersonal eine starke Gewerkschafts- und Berufsvertretung zu etablieren. Es muss Schluss sein mit dem Applaus von den Balkonen und gleichzeitiger Beschneidung bei einem vernünftigen Entgeltzuwachs. Die systemrelevanten Berufsgruppen verdienen echte Anerkennung, die sich nur in neuen Tarifverträgen

unter dem Dach der GDL tatsächlich manifestieren wird, denn sie alle sind mehr wert als 0,75 Prozent Einkommenserhöhung pro Jahr“, teilte die GDL in einer Resolution am 19. November 2020 mit.

 

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