Hessen

Rettungskräfte in Hinterhalt gelockt

Der dbb Hessen hat einen Angriff auf Rettungskräfte in Dietzenbach verurteilt. „Es ist bereits der zweite schwere Angriff auf Einsatzkräfte binnen einer Woche. Die Gewaltspirale dreht sich ungehemmt weiter“, sagt dbb Landeschef Heini Schmitt am 29. Mai 2020.

In der Nacht zuvor war es in Dietzenbach zu einem großen Feuerwehr- und Polizeieinsatz gekommen. Etwa 50 Männer hatten laut Medienberichten kurz nach Mitternacht Mülltonnen und einen Bagger angezündet. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, wurden sie von der gewaltbereiten Gruppe mit Steinen beworfen. „Wir gehen davon aus, dass die Feuer nur gelegt wurden, um die Einsatzkräfte anzulocken“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber den Medien. Erst am Sonntag zuvor hatte ein Mann einen 20 Kilogramm schweren Blumenkübel von einer Brücke auf eine Polizistin geworfen, der diese nur knapp verfehlte.

„Das ist weit mehr als nur Krawall. Hier sollen Einsatzkräfte vorsätzlich in Gefahr gebracht oder gar verletzt werden. Solche Exzesse dürfen nicht länger toleriert werden. Derlei Vorkommnisse müssen von der Justiz konsequent verfolgt und auch geahndet werden, um eine abschreckende Wirkung zu entfalten“, sagte Schmitt. Gewalt gegen Polizeikräfte, aber auch generell gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, habe in den vergangenen Jahren besorgniserregend zugenommen. Das bestätige auch die Studie, die der dbb Hessen gemeinsam mit der Uni Gießen erstellt und im Februar vorgestellt hatte.

 

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