VDR und DPhV

Qualität der Bildungsabschlüsse sichern

Nach jetzigem Stand der Pandemie wollen alle Bundesländer an den Abiturprüfungen und mittleren Schulabschlüssen festhalten. Die dbb Bildungsgewerkschaften betonten am 21. Januar 2021, dass die Qualität der Abschlüsse sichergestellt werden müsse.

Jürgen Böhm, dbb Vize und Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR), sieht in der Abschwächung oder gar Aussetzung von Prüfungen eine massive Ungleichbehandlung. „Abschlussprüfungen müssen einen Mindeststandard erfüllen und dürfen nicht abgeschwächt werden. Die Abschlüsse stellen ein Qualitätssiegel dar. Sie sind Grundvoraussetzung für das berufliche und schulische Weiterkommen der jungen Menschen. Die Pandemie darf nicht dazu führen, dass diese Qualität leidet oder gar abgeschafft wird. Die jetzige Schülergeneration muss sich auf das Siegel verlassen können. Notlösungen darf es nicht geben“, so Böhm.

An den Schulen dürften durch die Corona-Krise keine verlorenen Jahrgänge erzeugt werden. „Wenn wir von Gerechtigkeit in der Bildung sprechen, dann sprechen wir gerade und besonders von Leistung. Die Schüler brauchen Vergleichbarkeit und die Möglichkeit, einen guten Abschluss zu absolvieren, um erfolgreich in ihr Berufsleben und in ihre Karriere starten zu können“, sagte Böhm.

Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes (DPhV), Susanne Lin-Klitzing, plädierte für eine gute Vorbereitung der Prüfungen: „Die Zukunft unserer Abiturienten und Abiturientinnen darf nicht unter Corona leiden. Alles, was geht, haben die Schulen und ihre Lehrkräfte bisher unter schwierigen Voraussetzungen umgesetzt: Vollen Präsenzunterricht, Wechselunterricht, Distanzlernen. Jetzt geht es darum, den Unterricht für die Abschlussklassen zu sichern, damit die Schüler und Schülerinnen in der Corona-Zeit auf ein qualitativ gutes und vollwertiges Abitur mit Abschlussprüfungen gut vorbereitet werden können.“

Dazu gehöre auch eine entsprechende Ausstattung für den Gesundheitsschutz: „Damit wir das verantwortungsvoll und sicher tun können, benötigen Lehrkräfte und die Schüler der

Abschlussklassen leistungsfähige FFP2-Masken in ausreichender Anzahl, täglich neu. Dazu eine medizinisch geprüfte Anleitung, wie diese Masken richtig zu benutzen sind und wie lange sie aufgesetzt werden können. Ebenso wie es ‚Handreichungen‘ für das richtige Händewaschen gab, sollte es sie auch für das Tragen dieser Masken geben. Auch das sichert das Abitur, denn verschärfte Regeln in der Gesellschaft müssen angesichts der neuen Virusmutationen auch in den Schulen abgebildet und gerade jetzt für die Abschlussklassen umgesetzt werden“, forderte Susanne Lin-Klitzing.

 

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