Kommunaler Nahverkehr Nordrhein-WestfalenOhne Angebot keine Einigung!
Zu wenig haben sich die kommunalen Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen zum TV-N NW bewegt. Statt Angeboten mit Hand und Fuß gab es Gegenforderungen.
Für uns bleiben die Themen Gesundheitsschutz und Entlastung weiterhin tonangebend. Mit Arbeitgeberpositionen, die am Ende die Arbeit noch weiter verdichten, ist kein Abschluss zu machen.
Details
Wir sind weit auseinander. Unsere Forderungen finden sich bei den Arbeitgebern nicht wieder. Stattdessen werden Verschlechterungen beim Krankengeldzuschuss, beim Umfang der Nachtarbeitsstunden und bei den Verkehrsmeister*innen ins Spiel gebracht. „Produktivitätsneutralität“ lautet das Schlagwort der Arbeitgeberseite. Doch für den dbb ist ein „neutraler Abschluss“ nicht machbar. Das Personal braucht Entlastungen – und diese gibt es nicht umsonst.
Von den Verkehrsunternehmen wurde außerdem eine Abkopplung vom TVöD auf den Tisch gelegt. Statt der Übernahme eines Gesamtpakets aus der kommunalen Einkommensrunde sollen nur noch die reinen Tabellensteigerungen übertragen werden. Damit besteht die Gefahr, dass sich die Tarifverträge zu Lasten des TV-N auseinanderentwickeln.
Bewertung
Diesen Gegenpositionen hat der dbb eine Absage erteilt. Nur wenn ihr Eure Forderungen in einer Einigung wiederfindet, kann ein Abschluss möglich sein. „Wir warten weiter auf ein konkretes Angebot, dass Bezug nimmt auf die Interessen unserer Mitglieder in den Nahverkehrsunternehmen, so Sandra van Heemskerk.
Ausblick
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 24. und 25. März 2026. Bis dahin werden wir den Druck auf der Straße erhöhen, um die Arbeitgeber am Verhandlungstisch zum Einlenken zu bewegen.
Hintergrund:
Der Tarifvertrag zur Regelung der Arbeitsbedingungen bei den Nahverkehrsbetrieben in Nordrhein-Westfalen (TV-N NW) wurde durch den dbb fristgerecht gekündigt. Unser Ziel ist es, den Tarifvertrag an die geänderten Rahmenbedingungen des kommunalen Nahverkehrs in NRW anzupassen. Da Anforderungen und Arbeitsbelastungen ständig steigen, ist es jetzt notwendig, Verbesserungen für alle Beschäftigten zu erreichen.



