Saarland

Öffentlicher Dienst: Gewalt gegen Beschäftigte verhindern

Beim Jahresauftaktgespräch mit Ministerpräsident Tobias Hans hat dbb Landeschef Ewald Linn ein Forderungspapier mit konkreten Vorschlägen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst vorgestellt.

„Es ist in Deutschland trauriger Alltag geworden, dass Menschen angegriffen werden, die sich in den Dienst der Gesellschaft stellen“, sagte Ewald Linn am 19. Februar 2020 und untermauerte eine bundesweite dbb Forderung nach umgehender Einführung einer bundesweiten Meldepflicht für Gewaltdelikte gegenüber öffentlich Bediensteten. „Zunächst benötigen wir verlässliche Daten“, so Linn.

„Darüber hinaus müssen die Dienstherren und Arbeitgeber bei Gewaltdelikten konsequent und ohne jede Bagatellgrenze Strafanzeige stellen, um die Betroffenen zu schützen. Der Schutz der Beschäftigten vor Übergriffen beziehungsweise ihre Betreuung, wenn sie Opfer geworden sind, ist eine der wichtigsten Formen der Fürsorge“, betonte der dbb Landeschef. Die Landesregierung müsse hier konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen.

Weitere Themen des Gesprächs waren die angespannte Personalsituation in der Landesverwaltung und in den Schulen sowie die in den nächsten Jahren notwendige Nachwuchsgewinnung. Diesbezüglich forderte der dbb geeignete Bezahlungsanreize insbesondere für Mangelberufe im öffentlichen Dienst, um im Wettbewerb mit der Wirtschaft und beispielsweise den anderen Bundesländern konkurrieren zu können.

 

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