OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“: DPHV und VBE sehen positive Signale

In der Studie „Bildung auf einen Blick 2017“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenar-beit und Entwicklung (OECD) sehen der Deutscher Philologenverband (DPhV) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) einige positive Signale, wie die beiden die dbb Mitgliedsgewerk-schaften am 12. September 2017 mitteilten.

Insgesamt sei die Studie ein Kompliment für das deutsche Bildungswesen, betonte der DPhV-Bundesvorsitzende Heinz-Peter Meidinger. Dies zeige sich etwa darin, dass in Deutschland nur ein vergleichsweise geringer Anteil der jungen Menschen weder in Beschäftigung noch in Bildung oder Ausbildung sei. Sorge bereite ihm aber der Anstieg der Studienanfänger in Deutschland von 2005 bis 2015 von 43 auf 63 Prozent: „Das ist der höchste Anstieg im Vergleich aller OECD-Länder. Wir befürchten, dass dieser unkontrollierte starke Anstieg, bei dem hinter vielen Studienberechtigungen keine Studienbefähigung mehr steht, den jetzt schon schmerzhaft spürbaren Mangel an Lehrstellenbewerbungen und Facharbeitern in Deutschland noch verstärken wird“, so Meidinger.

Der VBE-Bundesvorsitzenden Udo Beckmann zeigte sich erfreut darüber, dass die Bedingungen für Sekundarschullehrkräfte attraktiver werden und der Anteil der Lehrkräfte über 50 Jahren in den letzten zehn Jahren um sieben Prozentpunkte gesunken ist. „Das sind positive Signale. Wichtig ist nun, weitere Kraftanstrengungen zu unternehmen, damit alle Lehrkräfte gleichermaßen von guter Bezahlung und attraktiven Bedingungen an Schulen profitieren können", erläuterte Udo Beckmann. Die monetär ausgedrückte Wertschätzung Grundschullehrkräfte lasse in Deutschland deutlich zu wünschen übrig, obwohl gerade Kinder im Grundschulbereich intensive pädagogische Begleitung benötigten, die von dafür besonders gut qualifiziertem Personal geleistet werden müsse. „Bildungs- und Erziehungsarbeit mit kleinen Kindern muss endlich die gleiche Wertschätzung erfahren, wie die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe II", sagte der VBE Chef.

 

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