Tarifverhandlungen Fraport AG

Neue Struktur bei Bodenverkehrsdiensten diskutiert

Am 21. Dezember 2016 hat in Frankfurt am Main eine weitere Verhandlungsrunde zur Betriebsstruktur der Bodenverkehrsdienste zwischen der Kommission Bodenverkehrsdienste von dbb und komba mit dem Arbeitgeber Fraport stattgefunden.

Im Zentrum stand die beabsichtigte Bildung eines gemeinsamen Betriebs von Fraport und der derzeitigen APS. In diesem Zusammenhang sind unter anderem Fragen der Betriebsratsstrukturen zu regeln. Das Hauptinteresse der Gewerkschaften ist es dabei, die bestmögliche Vertretung für die Kolleginnen und Kollegen sicherzustellen. Dazu ist es aus Sicht von dbb und komba sinnvoll, die bisherige Betriebsratsstruktur beizubehalten, weil so die jeweiligen Besonderheiten am besten berücksichtigt werden können.

Darüber hinaus waren auch die Personalstrukturen Thema. Entscheidend ist für die Arbeitnehmervertreter, dass die derzeitigen Fraport-Beschäftigten in der neuen Struktur nicht in ihren Entwicklungsmöglichkeiten beschnitten werden. Darüber hinaus erklärt sich der Arbeitgeber bereit, die Altersteilzeitangebote auf die Jahrgänge 1959/1960 auszudehnen beziehungsweise ein Abfindungsprogramm aufzulegen.

Wichtig ist: Eingriffe in die Rechte und Ansprüche der Bestandsbeschäftigten sind in den aktuellen Verhandlungen kein Thema mehr! Der diskutierte Änderungsbedarf wird jetzt in der dbb-Verhandlungskommission bewertet und mit den Mitgliedern abgestimmt.

Hintergrund
Am Flughafen Frankfurt werden die Bodenverkehrsdienste – im Gegensatz zu vielen anderen Verkehrsflughäfen in Deutschland – teilweise vom Flughafenbetreiber Fraport selbst durchgeführt. Für die dort beschäftigten Kollegen gilt grundsätzlich der TVöD. Im Jahr 2009 haben die Gewerkschaften mit Fraport den „Tarifvertrag Zukunft Fraport“ abgeschlossen, um dieses integrierte Geschäftsmodell zu erhalten und Ausgründungen zu verhindern. Dieser Tarifvertrag kann erstmalig zum 31. Dezember 2018 gekündigt werden.

 

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