Arbeitgeber verschleppen Verhandlungen!

Nahverkehr Berlin: Tarifverhandlungen ohne Angebot

Zum Ende des letzten Jahres hat die dbb tarifunion den TV-N Berlin fristgerecht gekündigt und bereits im Dezember 2010 dem Arbeitgeber die berechtigten Forderungen übermittelt. Seit diesem Zeitpunkt wurden in drei Verhandlungsrunden die gegenseitigen Postionen und Forderungen ausgetauscht, ohne dass die Arbeitgeber ein konkretes Angebot vorgelegt haben. Stattdessen konfrontierten die Arbeitgeber die dbb tarifunion in den Verhandlungen mit einer Giftliste, die dann nach Protest teilweise wieder zurückgezogen wurde. Forderungen aus dieser Liste, deren Umsetzung eine erhebliche Verschlechterung des Status quo für die Beschäftigten bedeuten würde, werden durch die Arbeitgeber bis zum jetzigen Zeitpunkt aufrechterhalten.

Auf die mehrfache Aufforderung ein konstruktives und verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, reagierten die Arbeitgeber bisher nicht und spielen auf Zeit. Die Arbeitgeber wollen die Tarifauseinandersetzung offensichtlich mit einer Verschleppungstaktik hinauszögern! Erst für Mitte Mai 2011 ist ein neuer Verhandlungstermin vorgeschlagen worden.

Dies lassen wir uns nicht länger gefallen!

Wir als Beschäftigte der BVG und BT GmbH müssen den Arbeitgebern zeigen, was wir von einer solchen Verschleppungstaktik halten. Nichts! Jetzt gilt es, Druck auf die Arbeitgeber auszuüben und sie umgehend an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Wir fordern Verbesserungen bei der Umsetzung der Arbeitszeit und bei den Arbeitsbedingungen für alle Kolleginnen und Kollegen! Insbesondere die Belastungen der Beschäftigten im Schichtdienst und bei geteilten Diensten müssen abgebaut werden. Maßnahmen müssen ergriffen werden, die die frühzeitige Fahrdienstuntauglichkeit aufgrund des täglichen Stresses verhindern.

 

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