Nahverkehr Bayern: Tarifverhandlungen abgebrochen – Streiks nun leider unumgänglich

Die Tarifverhandlungen für die über 6.500 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in Bayern sind am Abend des 4. Juni 2014 in der dritten Verhandlungsrunde abgebrochen worden.

In den Verhandlungen zwischen dbb und Kommunalem Arbeitgeberverband Bayern (KAV Bayern) hatten die Arbeitgeber lediglich ihr bereits bekanntes Angebot wiederholt, das sich am Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes orientierte.

„Unsere Forderungen zu Verbesserungen bei der Arbeitszeit und den Arbeitsbedingungen wurden nicht berücksichtigt. Dies ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar“, machte der dbb-Verhandlungsführer Thomas Gelling klar. „Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen sind nun leider unumgänglich.“

Die stetig steigenden Anforderungen an die Kolleginnen und Kollegen im Nahverkehr müssten gesondert berücksichtigt werden, so Gelling. Dabei gehe es um besondere Arbeitsbelastungen im Fahrdienst, wie etwa den Schicht- und Wechselschichtdienst, ständig wechselnden Arbeitsbeginn oder die Nichtanrechnung von Wegezeiten zwischen unterschiedlichen Einsatzorten auf die Arbeitszeit.

„Wir sind vom Angebot der Arbeitgeber enttäuscht“, sagte Gelling. „Bereits in der letzten Tarifrunde hatten wir deutlich gemacht, dass für uns neben der Entgelterhöhung die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Fokus steht. Hier hat es jedoch keine Bewegung auf Arbeitgeberseite gegeben.“

 

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