Internationaler Tag des öffentlichen Dienstes

Mehr Investitionen in Frauen wagen

Berufe, die traditionell mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, werden immer noch nicht ausreichend gewertschätzt.

"In der Corona-Krise sind Frauen unter anderem in den Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Gesundheitsämtern tagtäglich beruflich bis ans Äußerste gegangen sind, um den Staat am Laufen zu halten", erinnert die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Milanie Kreutz, an die vergangenen 15 Monate. "Und das alles, während sie zuhause zusätzlich anfallende Betreuungs- und Hausarbeiten jonglieren mussten. Dafür gebührt ihnen nicht nur unser Respekt." Laut Statistischem Bundesamt machen Frauen über 57 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst aus. "Berufe, die systemrelevant sind und entsprechend von Frauen dominiert werden, müssen daher künftig materiell und gesellschaftlich aufgewertet werden", erklärte Kreutz.

Politische Entscheidungsträger reden laut Kreutz von einem “Neustart” nach der Corona-Pandemie, die einen Bruch mit dem bisherigen Status Quo darstelle. "Nach der Pandemie soll alles grüner, digitaler und besser werden", so die Chefin der dbb frauen. "Dabei wird in der öffentlichen Diskussion leider oft vernachlässigt, dass es die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind, die den Übergang in das neue System implementieren müssen." Um die Versprechen der Politik umzusetzen, brauche es eine starke öffentliche Verwaltung. "Genau dafür steht der dbb und dafür kämpfen auch wir als dbb bundesfrauenvertretung", betonte Kreutz.

 

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