Lehrkräfte Sachsen: Verhandlungen zum Generationenwechsel

Am 4. November 2013 haben Vertreter von dbb, GEW und Staatsregierung in Dresden die Verhandlungen über einen Generationenwechsel für Lehrkräfte des Freistaates Sachsen fortgesetzt. Die Tarifparteien loteten unter anderem mögliche Verhandlungsspielräume bei der Frage von Altersteilzeitmodellen aus. Außerdem signalisierte die Staatsregierung erstmals in der Frage der Eingruppierung Verhandlungsbereitschaft.

dbb bekräftigt Forderungen

Der dbb bekräftigte seine Forderungen nach einem Gesamtpaket zur Erhöhung der Attraktivität des Lehrerberufs und zur Nachwuchssicherung im Lehrkräftebereich. Dazu gehören unter anderem eine tarifvertragliche Altersteilzeitregelung und die Möglichkeit, diese im Blockmodell ableisten zu können. In der Frage der Eingruppierung forderte der dbb die Staatsregierung auf als vertrauensbildende Maßnahmen deutliche Verbesserungen vorzunehmen.

Spielräume erkennbar

Die Staatsregierung deutete zum ersten Mal seit Beginn der Verhandlungen Spielräume in Detailfragen zur ATZ an. Allerdings wurde eine ATZ-Regelung die auch die Möglichkeit eines Blockmodells vorsieht, weiterhin kategorisch abgelehnt. Auch langfristig planbare Modelle, die eine verlässliche Lebensplanung mit ATZ ermöglichen, fanden noch keine Zustimmung. Erstmals seit dem sogenannten "Angebot" vom 11. Juni 2013 wurden auch Maßnahmen zur besseren Eingruppierung seitens der Staatsregierung in den Verhandlungen thematisiert.

Staatsregierung gefordert

Es kommt Bewegung in die Verhandlungen! Dies betrifft das Thema der Gestaltung von ATZ-Modellen ebenso wie die Frage der Eingruppierung. Der dbb erwartet nun aber, dass die nächsten Verhandlungen zu einem akzeptablen Gesamtpaket führen, mit ATZ, Verbesserungen in der Eingruppierung und weiteren Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität des Lehrerberufs in Sachsen sowie der Lehrernachwuchsgewinnung. Damit liegt es nun an der Staatsregierung ihre Hausaufgaben zu machen!

 

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