Mecklenburg-Vorpommern

Landtag beschließt A13/E 13 für Grundschullehrkräfte

Der Landtag hat am 10. Juni 2020 beschlossen, dass Lehrkräfte an Grundschulen ab dem 1. August 2020 nach Besoldungsgruppe A13 beziehungsweise Entgeltgruppe E13 bezahlt werden.

Damit stehe das Land zu seinem Wort, „um den Beruf sowohl für Bestandslehrkräfte als auch für junge Menschen in der Berufswahlphase attraktiv zu gestalten und im Wettbewerb nicht nur mit anderen Schulformen, sondern auch anderen Bundesländern, insbesondere unseren angrenzenden Nachbarn, bestehen zu können“, so der dbb Landesvorsitzende Dietmar Knecht am Rande der Landtagssitzung in Schwerin. Gleichzeitig sei die Entscheidung ein wichtiger Baustein gegen Diskriminierung von Frauen in dem Bereich, denn noch immer seien rund 90 Prozent aller Grundschullehrkräfte Frauen, die damit schlechter bezahlt werden als Lehrkräfte an weitergehenden Schulen.

Bereits in der Vergangenheit hatten der dbb m-v und seine Bildungsgewerkschaften Maßnahmen gefordert, die Attraktivität des öffentlichen Dienstes im Allgemeinen und die des Lehrerberufs im Besonderen zu steigern und so auch die Chancen im Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte zu verbessern. Auch die gestiegenen Anforderungen an Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer machten es nötig, besoldungsrechtliche Einstufungen sowie tarifliche Eingruppierungen neu zu bewerten. „Nicht nur in der jetzigen Krise wird in unseren Grundschulen, die zahlenmäßig knapp die Hälfte aller allgemeinbildenden Schulen im Land ausmachen, mit ihrer entscheidenden Wissensvermittlung das Fundament für die weiterführenden Jahrgangsstufen gelegt. Genau deshalb kommt es hier besonders auf qualifizierte, kompetente und motivierte Lehrkräfte an, um eine gute Bildung für die circa 50.000 Grundschülerinnen und Grundschülerin zu gewährleisten“, betonte Knecht.

 

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