Thüringen

Landesbeschäftigte gegen Kritik vom Landesrechnungshof verteidigt

Thüringen hat im Verhältnis zur Bevölkerung nach dem Saarland die meisten Beschäftigten im Landesdienst, hat Landesrechnungshofpräsident Sebastian Dette kritisiert. Der tbb Chef Frank Schönborn fordert jedoch eine sachliche Einordnung dieser Statistik.

Korrekt sei, dass Thüringen wie andere ostdeutsche Flächenländer im öffentlichen Dienst mehr Personal je Einwohner als westdeutsche Flächenländer habe. Dette unterschlage dabei aber, so der tbb Chef, dass die Verteilung der Aufgaben zwischen Land und Kommunen überall anders geregelt ist. So habe Thüringen etwa im Vergleich zu anderen Bundesländern weniger Aufgaben kommunalisiert.  Dies treffe beispielsweise auch auf die Forstwirtschaft zu, wo sich das Personal natürlich nach der Waldfläche – immerhin ein Drittel des Landes – bemesse und nicht nach der Einwohnerzahl.

Als weiteres Beispiel für die verzerrte Darstellung durch die Statistik nannte Schönborn die Schulen. Hier definiere nicht die Gesamtbevölkerung den Bedarf, sondern die Anzahl der Schülerinnen und Schüler – und der „Blick aufs Lehrer-Schüler Verhältnis wiederum zeigt, dass Thüringen im Durchschnitt der anderen Flächenländer liegt.“

 

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