Hessen

Kultusministerium soll Zusammenarbeit mit Ditib beenden

Der dbb Hessen hat das Kultusministerium auf, die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Ditib-Gemeinde schnell zu beenden. Der Landesbundvorsitzende Heini Schmitt sagte: „Warum soll man weiter prüfen, wenn schon jetzt klar zu sein scheint, dass eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn hat?“

Das Kultusministerium solle die Prüfung nicht zu einer unendlichen Geschichte werden lassen. Zumal Kultusminister Alexander Lorz (CDU) angekündigt habe, dass die Prüfung bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sei. Die in den Medien genannten „organisatorischen Schwierigkeiten“ seien angesichts der dem Thema innewohnenden Brisanz kaum nachvollziehbar, so Schmitt. Erst vor wenigen Wochen habe das ZDF aus einer Ditib-Moschee in Bad Vilbel berichtet: Demnach soll der dortige Imam im Zusammenhang mit dem Konflikt in Syrien den „Märtyrertod verherrlicht“ haben. Wie das ZDF berichtete, geschah dies vor dem Freitagsgebet.

Hintergrund ist die Kooperation, die das Land Hessen vor sechs Jahren mit Ditib eingegangen ist, um an allgemeinbildenden Schulen bekenntnisorientierten Islamunterricht anbieten zu können. Schon damals sollen Islamwissenschaftler vor einer Kooperation und dem Einfluss des türkischen Amtes für religiöse Angelegenheiten Diyanet gewarnt haben. „Schon bei diesen Warnungen hätte man damals sehr hellhörig werden müssen“, sagt Heini Schmitt. Der dbb Hessen fordere daher, die Kooperation so schnell wie möglich zu beenden.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung