Auftakt der Tarifverhandlungen bei der Autobahn GmbHKonstruktiv, aber nicht ausreichend!
Am Donnerstag, 8. Januar 2026, haben die Tarifverhandlungen mit der Autobahn GmbH des Bundes an deren Geschäftssitz in Berlin begonnen.
Der dbb hat gegenüber der Geschäftsleitung der Autobahn GmbH seine Forderungen nochmals bekräftigt und klargestellt, dass diese keine Platzhalter sind.
dbb Tarifchef Andreas Hemsing: „Die Autobahn steht im direkten Wettbewerb mit der privaten Industrie und muss sich daher entsprechend aufstellen. Motivierte Fachkräfte und Attraktivität für Bewerber kommen nicht von schönen Worten. Ein echter Kaufkraftgewinn und attraktivere Bedingungen für die gut 15.000 Beschäftigten sind dringend notwendig. Die Autobahn GmbH hat Verantwortung für einen zentralen Teil unserer kritischen Infrastruktur. Gutes und motiviertes Personal für diesen Bereich zu halten und zu gewinnen, ist Kernaufgabe der GmbH!“
Der dbb fordert daher 7 Prozent mehr Lohn bei einem Mindestbetrag von 300 Euro als sozialer Komponente. Auch die Ausbildungsentgelte müssen um 300 Euro steigen. Bei erfolgreichem Abschluss der autobahninternen Ausbildung muss die Übernahme in die Erfahrungsstufe 2 erfolgen. Weiter erwartet der dbb die Einführung einer wertigen betrieblichen Krankenzusatzversicherung und die volle Bezahlung von höherwertigen Tätigkeiten ab dem 1. Tag der Übernahme.
Keine konkreten Angebote und ein falscher Fokus!
Die Gespräche fanden in freundlicher und konstruktiver Atmosphäre statt – es fehlten jedoch konkrete Zusagen der Arbeitgeberin. Klar muss sein: Eine starke lineare Erhöhung mit sozialer Komponente ist zentral für eine Einigung! Hier besteht noch die größte Diskrepanz – die Arbeitgeberin strebt eine nur „moderate lineare Erhöhung“ an.
Daher hat auch die dbb Verhandlungskommission einstimmig klargemacht, dass die Arbeitgeberseite nicht auf Zeit spielen und die Verhandlungen durch Alternativvorschläge in die Länge ziehen kann. Gesprächsbereitschaft allein reicht nicht aus. „Die Geschlossenheit unserer Kommission hinter unseren Forderungen macht deutlich, dass hier echter Handlungsbedarf besteht. Bewegen sich die Arbeitgeber nicht wesentlich, dann werden wir den Druck entsprechend erhöhen müssen. Die Beschäftigten sind hierzu bereit,“ so Hemsing.



