• Mehrere Hundert-Euro-Scheine sind auf einem Heizkörper plaziert.

Energiepreispauschale

Keine Entlastungspakete für Rentnerinnen und Rentner: Sozialer Gleichklang in Gefahr

dbb senioren

Die dbb bundesseniorenvertretung reagiert mit Unverständnis auf die Bedenken der Deutschen Rentenversicherung, die Energiepreispauschale auf Rentnerinnen und Rentner auszuweiten.

„Ich kann nicht nachvollziehen, dass ausgerechnet die erste Rentenexpertin der Bundesrepublik das Argument der ´höchsten Rentenanpassung seit vierzig Jahren´ ins Feld führt, um Rentnerinnen und Rentner als große gesellschaftliche Gruppe ins Abseits zu stellen. Die Renten folgen der allgemeinen Einkommensentwicklung mit zeitlichem Abstand. Es gibt keinen Rentenbonus“, kritisierte dbb Senioren Chef Horst Günther Klitzing am 11. Juli 2022.

Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung (DRV Bund) Gundula Roßbach hatte zuvor Bedenken bei Forderungen nach einer Ausweitung der geplanten Energiepreispauschale auf Rentnerinnen und Rentner geäußert. Gegenüber der Rheinischen Post hatte sie gesagt: „Viele Rentner können durch die hohe Rentensteigerung jetzt monatlich über einen ordentlichen zusätzlichen Auszahlungsbetrag verfügen.“ Weiter bezögen ärmere Rentnerinnen und Rentner ein erhöhtes Wohngeld.

Auch das Argument des höheren Wohngeldes für ärmere Rentnerinnen und Rentner lässt Klitzing nicht gelten: „Es gibt viele Menschen mit kleinen Renten, die ganz knapp über den staatlichen Unterstützungssätzen leben. Sie werden jetzt von der Energie- und Lebensmittelteuerung brutal überrollt und haben keinen Anspruch auf die Energiepreispauschale. Das gilt überdies auch für Bezieherinnen und Bezieher kleiner Pensionen aus dem einfachen und mittleren Dienst.“ Außerdem liege die Teuerungsrate mittlerweile über dem Volumen der jüngsten Rentenerhöhung.

Klitzing sieht den Staat in der Pflicht, Bezieherinnen und Bezieher von Alterseinkünften ebenso zu entlasten wie Berufstätige: „Alles andere wäre eine Herabwürdigung der Lebensleistung der älteren Generation und eine soziale Bankrotterklärung der sozialdemokratisch geführten Regierungskoalition.“

 

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