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USA-BerichterstattungICE-Agenten sind keine „Beamten“: dbb wirbt für Differenzierung

Bei der Berichterstattung über die Vorgänge in den USA nutzen viele Medien für Beschäftigte der United States Immigration and Customs Enforcement (ICE) den Begriff „Beamte“. Der dbb warnt vor Missverständnissen.

Politik & Positionen

Das deutsche Berufsbeamtentum ist international eine Besonderheit. Es zeichnet sich durch die strenge Bindung an Recht und Gesetz aus, die Vergabe von Ämtern erfolgt strikt nach Eignung, Befähigung und fachliche Leistung. Alle Beamtinnen und Beamten auf Lebenszeit durchlaufen in Deutschland zudem eine umfangreiche mehrjährige Ausbildung. 

Vor diesem Hintergrund sieht der dbb die Verwendung des Begriffs „Beamte“/“Beamtin“ für alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes anderer Nationen kritisch, da hier für das Publikum der Eindruck einer Gleichsetzung entstehen kann. Bekannt ist jedoch, dass beispielsweise die ICE-Beschäftigten vielfach nur wenige Tage ausgebildet werden. Insofern sieht der dbb durch die sprachliche Gleichsetzung die Gefahr, dass Ansehen und das Vertrauen, dass die deutsche Beamtenschaft in der Bevölkerung genießt, in Mitleidenschaft gezogen wird. Der dbb wirbt daher dafür, hier sprachlich zu differenzieren und schlägt als Alternative allgemein etwa „Regierungsmitarbeiter“/„Regierungsmitarbeiterin“ oder in konkreten Fall bspw. „ICE-Agent“/„ICE-Agentin“ vor.

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