Bund Deutscher Forstleute (BDF)

Hilfen für den Wald gefordert

Vor dem Hintergrund geplanter Milliarden-Hilfen der Bundesregierung für Unternehmen wie „Lufthansa“ oder die Auto-Industrie hat der BDF am 2. Juni 2020 erneut auch mehr Geld für den Erhalt der Wälder gefordert.

Die bisherige Unterstützung für den Wald seien zwar hilfreich, aber im Vergleich übersichtlich. Angesichts der essentiellen Funktionen der Wälder für Natur und Gesellschaft sei eine „Walderhaltungsprämie“ sowie eine „Holzbauprämie“ notwendig. In der Forst- und Holzbranche arbeiten laut BDF etwa 1,1 Millionen Menschen. „Wir arbeiten seit über drei Jahren im Krisenmodus. 2020 wird voraussichtlich das dritte schwere Dürrejahr in Folge. Die Lage ist wirklich dramatisch: Die Personaldecken sind weiter dünn und löchrig. Momentan ist nur Zeit für Krisenbewältigung, Aufräumarbeiten und den Kampf gegen den Borkenkäfer. Für die wichtige Wiederbewaldung und den Waldumbau, aber auch die vielen weiteren Aufgaben der Forstleute, wie waldbezogene Umweltbildung oder Naturschutz, fehlt die Zeit“, so der BDF Bundesvorsitzende Ulrich Dohle.

Länder, Kommunen und vor allem viele Privatwaldeigentümer stünden derzeit vor fast unlösbaren Aufgaben, da sich derzeit mit dem Holzverkauf kaum Einnahmen erzielen ließen. Dadurch fehle Geld für Pflanzungen sowie die Pflege oder den Umbau der Waldbestände. Hier könne eine „Walderhaltungsprämie“ – etwa geknüpft an ökologische und soziale Kriterien – helfen. „Neben dieser ‚Waldprämie‘ kann auch eine ‚Holzbauprämie‘ den Kommunen, aber auch Privatinvestoren die Investition in neue und vor allem nachhaltige Bauprojekte erleichtern“, so Dohle weiter.

 

 

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