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    Andreas Hemsing, dbb-Vize und Fachvorstand Tarifpolitik

Reform der gesetzlichen KrankenversicherungHemsing: „Pflege braucht Qualität und Qualität braucht Fachkräfte!“

Das Personal ist der Schlüssel für ein zukunftsfestes Gesundheitssystem und nicht bloß Kostenfaktor, unterstreicht der dbb-Vize.

Soziales & Gesundheit

„Wenn Einigkeit darüber besteht, dass unser Sozialstaat bei der Qualität der Pflege nicht schlechter und unsolidarischer werden will, dann muss klar sein: Am Fachpersonal lässt sich nicht sparen!“, sagte Andreas Hemsing, dbb-Vize und Fachvorstand Tarifpolitik, am 2. April 2026 in Berlin mit Blick auf die aktuellen Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. „Pflege braucht Qualität und Qualität braucht Fachkräfte. Und da schon heute Fachpersonal fehlt, sind alle Maßnahmen zu vermeiden, die diese Unterausstattung auch noch großräumig forcieren.“

Sollte es dazu kommen, dass die Krankenkassen zukünftige Tarifsteigerungen für die Fachkräfte in den Krankenhäusern nicht mehr vollständig übernehmen, würden sich entweder die Leistungen für die Patientinnen und Patienten oder die Arbeitsbedingungen in der Pflege deutlich verschlechtern, mahnte Hemsing. „Die dadurch weiter schwindende Attraktivität der Pflegeberufe führt zu Abwanderungen der Beschäftigten in besser bezahlte und weniger fordernde Berufsbilder. Das kann niemand wollen.“

Das Wohl der Menschen im Blick behalten

Der dbb hatte sich bereits am 31. März grundsätzlich zur Reform geäußert und klargestellt, dass insbesondere eine stärkere Belastung der Versicherten nicht hinnehmbar ist. Hemsing: „Wer die Bürgerinnen und Bürger als Patientinnen und Patienten und nicht nur als Einzahlende im Blick hat, muss die Frage beantworten, wie wir auch in Zukunft die Qualität in der Pflege sicherstellen. Für uns als dbb ist klar: Das gelingt nur mit ausreichend und gut ausgebildetem Personal. Wir werden uns offensiv dafür einsetzen, dass die Fachkräfte, die unser Gesundheitssystem am Laufen halten und die zu pflegenden Menschen tagtäglich betreuen, nicht als bloßer Kostenfaktor gesehen werden.“

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