Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS)Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!
Der Forderung von Bundeskanzler Friedrich Merz nach Abschaffung des Arbeitszeitgesetzes hat die GdS eine klare Absage erteilt. Die GdS wird sich entschieden gegen jede Initiative stellen, die den Beschäftigten- und Gesundheitsschutz infrage stellt.
Auf einem Wirtschaftsempfang hatte Merz zum Thema Bürokratieabbau die Aussage getätigt, er würde am liebsten das deutsche Arbeitszeitgesetz abschaffen. Hierzu erklärte der GdS-Bundesvorsitzende und dbb-Vize Maik Wagner am 15. Januar 2026: „Das Arbeitszeitgesetz ist nicht irgendein Regelwerk, sondern ein zentraler Schutzmechanismus für die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten. Es begrenzt tägliche Arbeitszeiten, regelt Pausen und schafft verlässliche Rahmenbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ganz Deutschland.“
Die Vorstellung des Bundeskanzlers, dieses Gesetz abzuschaffen, sei nicht nur abenteuerlich, sondern gefährlich. Sie greife fundamentale Arbeitnehmerrechte an und setze Beschäftigte den Risiken von Überlastung und Ausbeutung aus. Wagner weiter: „Anstatt Schutzrechte zu schwächen, muss der Gesetzgeber diese dringend an die modernen Arbeitsrealitäten anpassen und weiterentwickeln. Ein Rückbau der Schutzstandards wäre ein eklatanter Bruch mit dem sozialen Konsens unserer Arbeitswelt.“


