VBE

Gewalt gegen Lehrkräfte: Keine Einzelfälle

Eine vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Auftrag gegebene forsa-Umfrage hat am 2. Mai 2018 erneut das öffentliche Interesse auf die Probleme durch Gewalt gegen Lehrkräfte gerichtet.

Die Ergebnisse würden zeigen, dass es sich entgegen der Einschätzung der Kultusministerien nicht um Einzelfälle handele, sagte der VBE Bundesvorsitzende Udo Beckmann. „In den letzten fünf Jahren gab es an der Hälfte der Schulen direkte psychische Gewalt gegen Lehrkräfte, an einem Fünftel Cybermobbing, an jeder vierten Schule körperliche Gewalt gegen Lehrkräfte. Die Ergebnisse sind so eindeutig wie erschütternd.“

Bei der Umfrage wurden 1.200 Schulleitungen allgemeinbildender Schulen danach befragt, ob es an ihrer Schule Gewalt gegen Lehrkräfte gibt, welche Arten von Gewalt auftreten und ob sie die angegriffenen Lehrkräfte ausreichend unterstützen können. Der VBE hatte zu dem Thema „Gewalt gegen Lehrkräfte“ zuletzt im November 2016 eine ebenfalls von forsa durchgeführte Umfrage veröffentlicht.

Beckmann: „Heute wie damals gilt: Es braucht öffentliche Statistiken. Nur, wenn das Ausmaß für die Ministerien greifbar wird, werden sie die angemessenen Maßnahmen umsetzen, um Lehrkräfte besser zu schützen, im Falle eines Falles besser zu unterstützen und das Klima an den Schulen langfristig zu verbessern. Die Politik darf mit ihrer ‚Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß‘-Haltung in keinem einzigen Bundesland mehr durchkommen.“

 

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