Saarland

Gespräche „Zukunftssichere Landesverwaltung“ fortgeführt

Am 30. Oktober 2018 haben sich im Saarland die Landesregierung und die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes getroffen, um den seit 2012 geführten Dialog über die Landesverwaltung fortzusetzen.

Der dbb Landesvorsitzende Ewald Linn machte deutlich, dass durch den bisherigen Stellenabbau in vielen Bereichen der Landesverwaltung für die Beschäftigten die Grenze der Belastbarkeit erreicht beziehungsweise überschritten sei. Deshalb erwarte der dbb von der Landesregierung, dass in den Bereichen, in denen gesetzliche Pflichtaufgaben zu erfüllen sind, und dort, wo die Belastbarkeitsgrenze der Beschäftigten erreicht ist, der geplante Personalabbau spätestens 2020 beendet wird. Auch dürfe es ab sofort keine Zusatzaufgaben ohne Zusatzpersonal geben.

Linn erklärte weiter: „Für den dbb ist wegen der demografischen Entwicklung der Fokus auf die Gewinnung qualifizierten Nachwuchses im öffentlichen Dienst zu richten. Insbesondere mit Blick auf die anstehende Ruhestandswelle der geburtenstarken Jahrgänge, denn rund 30 Prozent des heutigen Personals werden in den kommenden 15 Jahren altersbedingt ausscheiden.“ Die Rahmenbedingungen für Nachwuchskräfte müssten dringend verbessert werden. Beispielsweise sollte die Landesregierung als öffentlicher Arbeitgeber eine Vorbildfunktion übernehmen und keine befristeten Arbeitsverträge mehr anbieten.

Weitere Themen waren der Gesundheitsschutz, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Schaffung eines „Versorgungsfonds“ zur Sicherung der Zukunft der Beamtenversorgung.

 

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