• Helene Wildfeuer bei der Bundestarifkommission im Herbst 2014

Sitzung der Bundestarifkommission in Berlin

Gendergerechte Eingruppierung – Entgeltgleichheit ist steuerbar!

Die Bundestarifkommission des dbb beamtenbund und tarifunion beschäftigte sich am 7. Oktober 2014 in Berlin mit aktuellen Herausforderungen der Tarifpolitik. Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung und Mitglied der BTK weist in diesem Zusammenhang auf die spezielle Situation von Frauen hin: „Nach wie vor sind Tarifverhandlungen männlich dominiert. Wichtig ist, die Belange von Frauen mitzuverhandeln.“ Im Bundesdurchschnitt verdienen Frauen 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Lohnunterschiede im öffentlichen Dienst zwischen Männern und Frauen liegen bei immerhin 8 Prozent. Helene Wildfeuer:„ Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass ´typische` Frauenberufe immer noch niedriger eingruppiert sind, als solche die von in der Regel von Männern ausgeübt werden. Aber Entgeltgleichheit ist steuerbar. Die dbb bundesfrauenvertretung setzt sich seit Jahren für eine gerechte Eingruppierung im öffentlichen Dienst ein. Hier muss ein grundsätzlichen Umdenken mit dem Ergebnis stattfinden, dass der Dienst an der Maschine nicht mehr höher bewertet darf als der Dienst am Menschen. Dies gilt insbesondere für die anstehenden Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst.“

Helene Wildfeuer weist in diesem Zusammenhang auf die Ergebnisse der Studie „Kollektive Lohnverhandlungen und der Gender Wage Gap“ des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hin. Danach ist die geschlechtsspezifische Lohnlücke – der Gender Wage Gap – auch darauf zurückzuführen, dass Frauen in den tarifrelevanten Entscheidungs- und Verhandlungsgremien unterrepräsentiert sind und zumeist männlichen Mitglieder dieser Gremien das Potential von Tarifverhandlungen zur Verringerung der geschlechtsspezifischen Lohnlücke als nur gering einschätzen. Helene Wildfeuer dazu: „Die dbb bundesfrauenvertretung nimmt ihr Mandat in der BTK wahr und fordert mit Nachdruck, dass der Grundsatz ´gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit´ endlich umgesetzt wird.“

 

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