GdS: Gesetzliche Rente muss gestärkt werden

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS), Maik Wagner, hat am 14. September 2017 die Politik aufgefordert, nach den Bundestagswahlen die gesetzlichen Maßnahmen zur Absenkung des Rentenniveaus zu korrigieren und die erste Säule der Alterssicherung in Deutschland wieder zu stärken.

Die Umlagefinanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung habe sich bewährt, obwohl sich die ökonomischen Bedingungen in den vergangenen 60 Jahren mehrfach gewandelt hätten. „Die Kraftanstrengung der Wiedervereinigung, eine zwischenzeitlich hohe Arbeitslosenquote oder auch die Rente mit 63 – alle diese Herausforderungen sind in der Vergangenheit gemeistert worden“, so Wagner. In den nächsten Jahrzehnten werde der demografische Wandel das Umlagesystem vor neue Probleme stellen. „Diese Entwicklung darf jedoch nicht dazu führen, dass künftige Rentenbezieher zum Sozialfall werden“, mahnte Wagner. Für den Gesetzgeber bestehe die Herausforderung darin, das System über die drei „Stellschrauben“ Renteneintrittsalter, Rentenniveau und Rentenbeitragshöhe so zu stabilisieren, dass langjährige Versicherte weiterhin auskömmliche Altersbezüge erhalten. Hierzu müsse es in der neuen Legislaturperiode über alle Parteigrenzen hinweg eine gesamtgesellschaftliche Diskussion geben, forderte Wagner.

 

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