• Helene Wildfeuer auf dem 11. dbb bundesfrauenkongress
    Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung auf dem 11. dbb bundesfrauenkongress

dbb bundesfrauenvertretung zur 57. dbb Jahrestagung in Köln:

Frauen stärker an demokratischer Willensbildung beteiligen

Um die demokratische Willensbildung zu stärken, müssen nach Ansicht der dbb bundesfrauenvertretung Frauen stärker für politische Ämter geworben werden. „Damit unsere Demokratie weiterhin funktioniert, müssen sich alle Menschen gleichermaßen in den Inhalten wiederfinden. Dazu gehört auch, die Interessen und Rechte der weiblichen Bevölkerung auf allen Ebenen einzubringen und glaubwürdig zu vertreten. Das geht nur, wenn sich Frauen aktiv in die Gestaltung der Politik einmischen und tatsächlich mitmischen können“, betonte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, auf der 57. dbb Jahrestagung in Köln am 11. Januar 2016.

Der Weg ins politische Amt müsse für Frauen deutlich erleichtert werden. Dazu gehöre die direkte Ansprache und gezielte Förderung des weiblichen Nachwuchses ebenso wie eine familien- und frauenfreundlichere Sitzungskultur. „Nicht nur die großen Volksparteien müssen hier ihren Beitrag leisten. Auch wir als Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst sind jetzt mehr denn je gefragt, unseren Auftrag zur demokratischen Willensbildung wahrzunehmen“, so die Vorsitzende.

Mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in der Silvesternacht hat sich die dbb bundesfrauenvertretung für einen besseren Schutz für Frauen vor Gewalt ausgesprochen. „Wir können die Uhr nicht zurück drehen und die Geschehnisse der Silvesternacht ungeschehen machen. Der Staat steht nun in der Pflicht, die Ereignisse aufzuklären und sich um die Opfer zu kümmern. Wir müssen aber auch dringend darüber reden, wie gewalttätige Übergriffe gegenüber Frauen grundsätzlich verhindert werden können. Wir begrüßen die Zusagen des Bundesinnenministers Thomas de Maizière, bestehende Gesetze konsequenter anzuwenden und wenn nötig entsprechend zu verschärfen. Gleichzeitig erwarten wir, dass die zusätzlich geplanten 1,5 Milliarden Euro im Etat des Bundesinnenministeriums zügig und zielgerichtet eingesetzt werden – für mehr Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, für eine bessere Integration der Flüchtlinge, aber auch für ein sicheres Arbeitsumfeld der öffentlich Bediensteten“, machte Helene Wildfeuer deutlich.

 

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