Verband Bildung und Erziehung (VBE)

forsa-Umfrage des VBE: Zunehmende Gewalt gegen Lehrkräfte

Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) zeigt, dass die Gewalt gegen Lehrkräfte seit 2018 an allen Schulformen deutlich zugenommen hat.

Zudem werden die Möglichkeiten der Schulleitungen, die Lehrkräfte ausreichend zu unterstützen, geringer eingeschätzt. Befragt wurden 1.302 Schulleitungen, teilte der VBE am 24. September 2020 mit.

„Es ist erschütternd, wie stark die Zahlen gestiegen sind. Zumal die Kultusministerien öffentlich stets versichern, dass es sich nur um Einzelfälle handelt. So wird auch begründet, weshalb teilweise keine Statistiken geführt werden. Die Augen zu verschließen, wird das Problem aber nicht beseitigen. Deshalb lässt sich der VBE nicht von gefühlten Wahrheiten beeindrucken, sondern befragt diejenigen, die es wissen müssen“, erläuterte der VBE Bundesvorsitzende Udo Beckmann.

Die Umfrage zeige, dass 61 Prozent der Schulleitungen in den letzten fünf Jahren an ihrer Schule Fälle hatten, in denen Lehrkräfte direkte psychische Gewalt erlebten. 2018 wären es 48 Prozent gewesen. Eine ähnliche starke Steigung gäbe es auch bei der psychischen Gewalt über das Internet.

Bestärkt durch die aktuellen Zahlen fordert der VBE, dass Statistiken geführt und von den Kultusministerien regelmäßig veröffentlicht werden. Lehrkraft und Schulleitung müssten die volle Unterstützung des Dienstherrn erhalten. Dazu zähle auch die unbürokratische Meldung und schnelle Hilfe nach einem Vorfall.

 

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