Flughafen Nürnberg: Arbeitgeber fordern Arbeitnehmerbeitrag zur Stabilisierung des Flughafens

Am 5. und 6. Juni 2014 fanden die ersten Verhandlungen zur Stabilisierung des Flughafens Nürnberg zwischen dbb und Arbeitgeber statt. Notwendig sind diese Verhandlungen aufgrund der herrschenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie sinkende Passagierzahlen und wachsende Schuldenlast des Flughafens.

Bereits im Jahr 2012 wurde ein erster Sanierungstarifvertrag abgeschlossen. Die Beschäftigten haben seitdem einen Sanierungsbeitrag erbracht, um Arbeitsplätze bei der FNG zu sichern. Für das Jahr 2012 konnte der Sanierungsbeitrag in voller Höhe zurückerstattet werden. Für das Jahr 2013 war dies aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung nicht möglich.

In den aktuellen Tarifverhandlungen geht es erneut um die Zukunftssicherung des Flughafens. Neben den Anteilseignern sollen auch die Beschäftigten wieder einen Beitrag leisten, um die FNG zu stabilisieren und Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Die Arbeitgeber unterbreiten dazu den folgenden Vorschlag zu einem Stabilisierungstarifvertag mit einer Laufzeit von 24 Monaten mit den folgenden Inhalten:

  • Wegfall LOB für die Laufzeit des Tarifvertrages
  • Aussetzung des Tarifvertrages über die Ertragsbeteiligung der Beschäftigten an Flughäfen
  • Absenkung der Arbeitgeberbeiträge zur ZVK von 4 Prozent auf 2 Prozent
  • Verzögerung der Tabellenentgelterhöhung (Stabilisierungsbeitrag)
  • Erhöhung um 3 Prozent erst zum 1. März 2015
  • Erhöhung um weitere 2,4 Prozent erst zum 1. März 2016

Dieser Vorschlag ist vor der nächsten Verhandlungsrunde am 25. Juni 2014 intern zu bewerten. Wir informieren zeitnah.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung