Schleswig-HolsteinErklärung gegen Gewalt im öffentlichen Dienst in Vorbereitung
Die Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nimmt spürbar zu. Das zeigen auch Umfragen des dbb. Betroffen sind nicht nur Polizei und Justiz, sondern nahezu alle Behörden und Einrichtungen mit Nähe zu den Menschen.
In kommunalen Dienststellen oder in Schulen gibt es etwas viele Vorfälle, die häufig gar nicht öffentlich wahrgenommen werden und Konsequenzen haben. Dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt, sondern auch um ebenso nicht tolerierbare verbale oder psychische Gewalt. „Bürgernähe darf nicht dazu führen, dass die Beschäftigten zur Zielscheibe für Aggressionen frustrierter Bürger werden“, so dbb Landesbundvorsitzender Kai Tellkamp am 29. April 2026.
Vor diesem Hintergrund begrüßt der dbb sh, dass in Schleswig-Holstein an einer gemeinsamen Erklärung des Landes, der Kommunen und der gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen gearbeitet wird, um ein klares Zeichen zum Schutz der Beschäftigten vor Gewalt zu setzten. Der dafür eingerichteten Arbeitsgruppe gehören seitens des dbb sh die Landesvorstandsmitglieder Kai Tellkamp und Daniela Schönecker an, die als Personalrätin für eine Berücksichtigung der Praxiserfahrungen Sorge trägt.
Mit der angestrebten Erklärung soll auch ein Auftrag aus dem aktuellen Koalitionsvertrag erfüllt werden. Für den dbb sh kommt es darauf an, dass es nicht bei einer Erklärung bleibt, sondern dass in allen Dienststellen ein Mindestschutz- und Unterstützungsniveau etabliert wird, das den Beschäftigten wirklich hilft.


