Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)

„Ein Zug ist kein Flugzeug“: 3G-Regeln in Bahnen abgelehnt

Die DPolG hat ihre ablehnende Haltung zu den Plänen des Kanzleramts bekräftigt, den Perso-nentransport in Zügen nur noch genesenen, geimpften oder getesteten Personen zu gestatten.

„Das ist jenseits der Lebenswirklichkeit“, kritisierte der DPolG Bundesvorsitzende Rainer Wendt am 29. August 2021. Er sehe keine Möglichkeit, Reisende vor dem Einstieg in einen Zug zu kontrollieren. „Was schon in Zeiten höchster Terrorgefahren nicht realisiert werden kann, wäre auch jetzt nicht durchführbar, zumal die Bahn das dafür erforderliche Personal nicht einmal ansatzweise zur Verfügung hat“, so Wendt.

Dass die Bundespolizei diese Kontrollen durchführt, lehnt auch der Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Heiko Teggatz ab: „Ein Zug hat viele Eingänge, es ist ein Ding der Unmöglichkeit, auf über 5.000 Bahnhöfen auf jedem Bahnsteig in Deutschland Polizeikräfte bereitzuhalten, die alle Fahrgäste im Blick haben. Ein Zug ist nun einmal kein Flugzeug, bei dem man vor dem Einstieg alle Passagiere kontrolliert.“

Auch sporadische Kontrollen während der Fahrt dürften massive Widerstände hervorrufen, die sowohl das Begleitpersonal in den Zügen als auch die Bundespolizei vor große Herausforderungen stellen. „Wir müssen uns auf die notwendigen Maßnahmen zur Terrorabwehr, Kriminalitätsbekämpfung und Grenzsicherung konzentrieren, solche Gedankenspiele aus dem Kanzleramt verunsichern die Bevölkerung zusätzlich“, so Tegatz.

 

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