Ehrenamt: Broschüre analysiert Freiwilligenengagement aus der Genderperspektive

Familie, Beruf und Ehrenamt vereinbaren, das ist eine Herkulesaufgabe, der sich viele Deutsche mit Freude stellen: Mehr als jeder dritte Bundesbürger, der älter ist als 14 Jahre, engagiert sich über berufliche und private Verpflichtungen hinaus. Dennoch scheinen sich männliches und weibliches Engagement grundlegend zu unterscheiden. Laut "Freiwilligensurvey" bekleiden rund 40 Prozent der Männer aber nur gut 30 Prozent der Frauen ein Ehrenamt. Deutlich mehr Männer engagieren sich in Berufsverbänden, während Frauen vorwiegend familiennahe Aktivitäten bevorzugen. Experten behaupten deshalb, dass Frauen sich eher aus mitmenschlicher Neigung heraus engagieren, während Männer einem klaren Funktionsgedanken folgen.

Das europäische Jahr des Freiwilligenengagements gab der dbb bundesfrauenvertretung Anlass, das Thema Ehrenamt auf der 8. Frauenpolitischen Fachtagung am 21. März 2011 im dbb forum berlin aus genderpolitischer Sicht zu beleuchten. Die wichtigsten Ergebnisse gibt es zum Nachlesen in der aktuellen Fachtagungsbroschüre „Voller Einsatz für jede Rolle – Männer und Frauen im Ehrenamt“: Warum engagieren sich Frauen seltener als Männer freiwillig und wie können mehr Frauen fürs gewerkschaftliche Ehrenamt gewonnen werden? Welche Chancen und Risiken birgt der Bundesfreiwilligendienst und wie können junge Menschen künftig stärker fürs zivilgesellschaftliche Engagement aktiviert werden? Die Antworten geben Wissenschaftler aus der Freiwilligenforschung, Gender-Experten, Gesellschaftsforscher, Politiker, Medienvertreter und dbb Gewerkschafterinnen. Zu Wort melden sich unter anderen Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Peter Heesen, dbb Bundesvorsitzender und Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus bietet die Broschüre rechtliche Tipps für alle ehrenamtlich Aktiven, die sich – neben dem Beruf – auf eine zweite Karriere im Freiwilligensektor konzentrieren möchten.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung