Tag der Steuergerechtigkeit

„Die Leistung der Finanzverwaltung ist außergewöhnlich“

Der dbb Chef Ulrich Silberbach hat die Bedeutung der Finanzverwaltung hervorgehoben. Gleichzeitig forderte er mehr Investitionen in das Personal und dessen Sicherheit.

„Ohne Geld ist kein Staat zu machen. Umso wichtiger ist es, dass die Steuerbehörden absolut verlässlich arbeiten. Besonders unter diesem Aspekt ist die Leistung der Kolleginnen und Kollegen in der Finanzverwaltung außergewöhnlich. Und das trotz teils widriger Umstände“, sagte der dbb Bundesvorsitzende Silberbach am 30. September 2020. „Natürlich gibt es gerade in diesem Bereich einen massiven Wettbewerb um Nachwuchs- und Fachkräfte mit der Privatwirtschaft, der Personalmangel ist schon heute deutlich spürbar. Und als wäre das nicht problematisch genug, müssen die Beschäftigten im Publikumsverkehr auch noch immer wieder um ihre Sicherheit fürchten, wie die zum Teil gefährlichen Übergriffe der vergangenen Monate und Jahre zeigen. Der Staat muss hier mehr investieren. Natürlich auch in bessere Technik, aber in erster Linie in das Personal und dessen Sicherheit.“

Seit fünf Jahren begeht die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG) jeweils am letzten Mittwoch im September den „Tag der Steuergerechtigkeit“, um für mehr Gerechtigkeit im Steuerrecht und Steuervollzug zu werben. „Ohne Steuereinnahmen gäbe es keinen leistungsfähigen Staat. Und dafür, dass die Steuereinnahmen gesetzeskonform und gerecht erhoben werden, setzen wir uns jeden Tag ein“, so der DSTG-Bundesvorsitzende und dbb Vize Thomas Eigenthaler. Gerade in der Corona-Pandemie hätten die Beschäftigten ihr Engagement wieder sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Ohne das zügige Handeln der Finanzämter – beispielsweise bei Stundungen, Fristverlängerungen und der Anpassung von Vorauszahlungen – wäre so manches Unternehmen in die Knie gegangen“, sagte der DSTG-Chef. Die Krise sei daher gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, was den Job auszeichne. „Der Beruf erfordert eine intensive fachliche Ausbildung und lebenslange Fortbildung. Gleichzeitig braucht man ein großes Einfühlungsvermögen. Wer also als junger Mensch eine anspruchsvolle und für das Gemeinwesen unverzichtbare Aufgabe sucht, ist bei uns genau richtig.“

 

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