Warnstreiks und Kundgebungen in ganz SachsenDie Einkommensrunde der Länder: „Es geht um mehr als Prozente – es geht um Respekt!“
Mehrere tausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes demonstrierten in Zwickau, Chemnitz, Görlitz und Leipzig für bessere Bezahlung, Respekt und sichere Arbeitsbedingungen.
Steffen Winkler, Verantwortlicher für Tarifrecht und Beamtenrecht im Sächsischen Lehrerverband, machte auf der Auftakt-Demo am 26. Januar 2026 in Zwickau deutlich: „Wir sind heute hier, weil es um mehr geht als um Prozente. Es geht um Respekt, Gerechtigkeit und die Zukunft unseres öffentlichen Dienstes.“ Eine Einkommensrunde sei kein Spaziergang, dieses Jahr erschwerten die Arbeitgebenden die Verhandlungen aber besonders. Er kritisierte die bisherige Blockade der Arbeitgebenden scharf: „Das ist absolut inakzeptabel! Wir fordern 7 Prozent, mindestens 300 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.“ Winkler wies außerdem auf die dramatische Personalsituation hin: „Fast 600.000 Beschäftigte fehlen aktuell im öffentlichen Dienst – das ist Alarmstufe Rot.“ Er appellierte an die Verantwortlichen: „Festtagsreden reichen nicht mehr. Jetzt sind Taten gefragt!“
Hinweis zu den kommenden Aktionen:
- Chemnitz: Dienstag, 27. Januar
- Görlitz: Mittwoch, 28. Januar
- Leipzig: Donnerstag, 29. Januar
Hintergrund: Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 vereinbart. Alle Informationen zur Einkommensrunde gibt es unter dbb.de/einkommensrunde.



