Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Deutschen Bahn muss im Tarifkonflikt nachbessern

In den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn (DB) hat die GDL der Arbeitgeberseite am 24. Mai 2021 umfangreiche Einigungsvorschläge unterbreitet und für den 7. Juni eine weitere Ver-handlungsrunde angeboten.

„Bis zu diesem Tag hat der Arbeitgeber Zeit, uns ein verhandelbares Angebot vorzulegen“, so der GDL Bundesvorsitzende und dbb Vize Claus Weselsky. „Sollte dies unterbleiben, betrachten wir die Verhandlungen als gescheitert. Spätestens dann wären auch Arbeitskampfmaßnahmen nicht länger ausgeschlossen.“

Mit Blick auf einen vorangegangenen Vorschlag der Arbeitgeberseite sagte der GDL Chef: „Das Angebot lag sogar noch unter dem Ergebnis der zuvor abgeschlossenen Einigung mit der Hausgewerkschaft und stellte keine ernstzunehmende Grundlage für eine Verhandlung dar. Wir haben die Forderungen unserer Mitglieder verstanden, die auch während der Corona-Pandemie jeden Tag ihren Dienst geleistet haben. Die wirtschaftlichen Schäden haben definitiv andere zu verantworten als das Personal an der Basis.“

Die Lösungsvorschläge der GDL beinhalteten eine allgemeine Entgelterhöhung in Höhe der des öffentlichen Dienstes, strukturelle Verbesserungen bei der Ausbildervergütung, Beibehaltung der Altersvorsorge, Vereinbarung einer individuellen Jahresschichtplanung, Tarifierung der Wasch- und Umkleidezeiten für die Werkstatt sowie die Anrechnung zusätzlicher Wegezeiten beim Einsatz an unterschiedlichen Einsatzorten (Stellwerke, Bahnhöfe) auf die Arbeitszeit. Dabei bilde der Eisenbahn-Flächentarifvertrag der GDL die Grundlage. „Im Übrigen bleibt die GDL bei der Forderung, alle Mitarbeiter im systemrelevanten Bereich der Eisenbahn zu tarifieren. Dazu zählt auch der direkte Bereich der Verwaltung“, so Weselsky.

 

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