Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Deutsche Bahn: Tarifabschluss bringt mehr Geld und Recht auf echte Freizeit

Hart in der Sache, doch meist fair im Umgang; nahe am Scheitern, aber letztlich erfolgreich – so hat die GDL am 4. Januar 2019 die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn beschrieben.

Qualifikation, Verantwortung, Aufgaben und die Entgelthöhe des Zugpersonals sollen mit dem Abschluss miteinander in Einklang gebracht werden. So seien erstmals Besetzungsnormen im Hinblick auf Qualifizierungsstandards und die Anzahl der Beschäftigten verbindlich verankert worden: Zusätzlich zum Lokomotivführer müssen auf jedem ICE mindestens zwei und auf jedem IC mindestens ein Betriebseisenbahner eingesetzt werden.

Mit Blick auf die exakte Trennung von Berufs- und Privatleben seien außerdem klare Regelungen vereinbart worden: Unter dem Motto „Schalt mal ab“ darf das Zugpersonal für den Arbeitgeber künftig außerhalb der Arbeitszeit „ungestraft“ unerreichbar sein. Das bedeute das Ende der permanenten Erreichbarkeit und Inanspruchnahme im Zuge der allumfassenden Digitalisierung der Arbeitswelt.

Im Übrigen müssten Leistung, Qualifizierung und Verantwortung wieder einen stimmigen Dreiklang bilden. Damit das gelingen kann, habe die GDL das Zulagensystem für das gesamte Zugpersonal im Tarifvertrag strukturell deutlich verbessert. Nicht zuletzt gebe es eine zweistufige Entgelterhöhung von 6,1 Prozent, eine Einmalzahlung von 1.000 Euro und die Möglichkeit, die Entgelterhöhung in Freizeit umzuwandeln.

 

 

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