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dbb zu Rechtsanspruch auf Kita-Betreuung: Qualität auch bei gestiegener Quantität gewährleisten

Bei der Umsetzung des ab 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige muss es ein „Zusammenspiel von Masse und Klasse geben“. Auch bei gestiegener Quantität dürfe die Qualität nicht leiden. Das hat die stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Astrid Hollmann gefordert. „Es ist eine große Leistung, dass Länder und Gemeinden große Anstrengungen unternommen haben, um eine Vielzahl neuer Betreuungsplätze zum 1. August anbieten zu können. Mir macht allerdings Sorge, dass wir beim Personal weder mengen- noch qualitätsmäßig werden mithalten können“, sagte Hollmann am 31. Juli 2013.

Schon heute könne kaum ein Bundesland den empfohlenen Betreuungsschlüssel von 1 zu 3 bei Kindern unter drei Jahren gewährleisten. „Wenn dieser Schlüssel auch nur annähernd erreicht werden soll, müssten auf einmal tausende neuausgebildete Erzieherinnen und Erzieher vom Himmel fallen – damit ist leider eher nicht zu rechnen“, so die dbb Vize.

Die Qualität der frühkindlichen Bildung und Erziehung sei aber wegweisend für die weitere schulische Entwicklung der Kinder. „Deswegen fordert der dbb nicht nur größere Anstrengungen bei der Gewinnung zusätzlichen Personals. Auch die Aus- und Fortbildung der Erzieherinnen und Erzieher muss so gestaltet werden, dass unabhängig vom Lernort Kompetenzen auf Bachelor-Niveau erworben und Möglichkeiten der Höherqualifizierung in verschiedenen Bereichen der Pädagogik geboten werden. Eine solche Professionalisierung des Berufszweiges wird ohne eine verbesserte Bezahlung nicht zu haben sein“, machte Hollmann - an die Adresse der Kita-Träger gerichtet - deutlich.

 

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