• Jugendpolitisches Frühstück
    Eine demografievorsorgende Personalpolitik für den öffentlichen Dienst war Thema beim jugendpolitischen Frühstück, zu dem die dbb jugend Referentinnen und Referenten der Innenpolitiker des Bundestags eingeladen hatte.

Jugendpolitisches Frühstück im Bundestag

dbb jugend wirbt für Demografie-Stellen, um Altersabgänge abzufedern

Deutschlands öffentlicher Dienst ist insgesamt schlecht für die insbesondere demografischen Herausforderungen aufgestellt. So das Fazit des diesjährigen jugendpolitischen Frühstücks der dbb jugend im Bundestag, zu dem die dbb-Jugendorganisation traditionell die Referentinnen und Referenten von Innenpolitikern der Bundestagsfraktionen einlädt, um mit ihnen über die aktuelle Lage im öffentlichen Dienst zu sprechen.

Zum Thema „Demografievorsorgende Personalpolitik“ hatten sich diesmal Mandy Rogler, Referentin des Berichterstatters aus dem Innenausschuss für die CDU/CSU Fraktion Oswin Veith, Julian Marx, Referent von Michael Frieser (CDU/CSU), und Adrian Klein, Referent von Doris Wagner (Bündnis 90/Die Grünen), eingefunden. Die dbb jugend vertraten dbb jugend-Vorsitzende Sandra Kothe (bfg), dbb jugend-Vize Steffen Kollmann (VBOB), Vanessa See und Annemarie Tietz (beide VBOB), Andra Godbersen und Christopher Petsch (beide Junge Polizei) sowie Daniel von der Ohe (GdS). Unterstützt wurden sie von den beiden dbb-Referenten Claudia Rahn (Grundsatz) und Sebastian Wiegand (Tarif). Die Diskutanten waren sich einig, dass angesichts der Altersstruktur und der Nachwuchslage im öffentlichen Dienst dringend gehandelt werden müsse und gute Vorschläge seitens der Verbände vorliegen, die umfassend von der Bundesregierung umgesetzt werden müssten. Es fehle bisher an einer Gesamtstrategie und der konsequenten Umsetzung und Ausweitung bereits bestehender Elemente, um auch weiterhin qualifizierten und motivierten Nachwuchs für den öffentlichen Dienst zu gewinnen und damit seine Funktionsfähigkeit nachhaltig sicherzustellen.

Die Vertreterinnen und Vertreter der dbb jugend skizzierten zahlreiche Praxisbeispiele um aufzuzeigen, dass es in einigen Sektoren zu wenige Bewerberinnen und Bewerber sowie zu wenige bzw. intransparente Ein- und Aufstiegsperspektiven gibt, und sich andernorts wiederum ausreichend, aber nicht dem Leistungsprofil entsprechend optimale Bewerber vorstellen. Die anwesenden Bundesbeschäftigten forderten eine verstärkte Nutzung des § 27 der Bundeslaufbahnverordnung, der die Förderung besonders leistungsstarker Beamtinnen und Beamten ermöglicht. Kollmann schlug zudem so genannte Demografie-Stellen vor, auf die alle Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss „sozusagen auf Vorrat übernommen werden, um sie dann, wenn die Altersabgänge kommen, zu entfristen“. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Altersabgänge zeitnah und rechtzeitig abgefedert werden könnten. „Gleichzeitig bieten wir damit jungen Menschen eine Perspektive, und der Wissenstransfer innerhalb der Belegschaft wird sichergestellt“, so Kollmann.

 

Mehr zum Thema

Der dbb im Demografiedialog (dbb.de)

 

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