Wildfeuer: „Staat straft eigene Beschäftigte mit Ignoranz“

dbb bundesfrauenvertretung fordert Entgeltgleichheit für Männer und Frauen im öffentlichen Dienst

In der Debatte um die Entgeltungleichheit hat die dbb bundesfrauenvertretung die Regierung aufgefordert, die Beschäftigten im öffentlichen Dienst endlich mit einzubeziehen. „Das Bundesfamilienministerium täte gut daran, sich endlich auch mit dem öffentlichen Dienst zu beschäftigen, als sich ausschließlich auf die Entwicklungen in der Privatwirtschaft zu konzentrieren. Mit dieser Ignoranz straft der Staat seine eigenen Beschäftigten“, sagte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer am 29. September 2010.

In der Debatte um die Entgeltungleichheit hat die dbb bundesfrauenvertretung die Regierung aufgefordert, die Beschäftigten im öffentlichen Dienst endlich mit einzubeziehen. „Das Bundesfamilienministerium täte gut daran, sich endlich auch mit dem öffentlichen Dienst zu beschäftigen, als sich ausschließlich auf die Entwicklungen in der Privatwirtschaft zu konzentrieren. Mit dieser Ignoranz straft der Staat seine eigenen Beschäftigten“, sagte die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer am 29. September 2010.

„Seit über einem Jahr ist bekannt, dass weibliche Beschäftigte im öffentlichen Dienst im Schnitt sieben Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Amtskollegen in gleicher Position. Diese Tatsache muss sich auch in den politischen Bemühungen des Bundesfamilienministeriums endlich nieder-schlagen.“ Neben dem Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für Kleinkinder forderte Wildfeuer, die noch immer diskriminierende Beförderungsroutinen im öffentlichen Dienst frauenfreundlicher zu gestalten: „Familienzeiten sind auch im öffentlichen Dienst der Karrierekiller Nummer eins. Wer aufgrund einer familiären Auszeit oder wegen einer Teilzeitbeschäftigung nicht befördert wird, wird offen vom Staat diskriminiert.“

Am Nachmittag trifft sich die Vorsitzende zu Gesprächen mit Dr. Hermann Kues, dem Parlamentarischen Staatsekretär bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, um über die noch immer gravierenden Entgeltunterschiede und Aufstiegsproblematiken von Frauen im öffentlichen Dienst zu sprechen. Mit dem Treffen reagiert das Familienministerium auf einen Appell der dbb bundesfrauenvertretung, den Dialog mit den Gewerkschaften zu suchen und konkrete Maßnahmenpakete zu schnüren.

Im Vorfeld der Gespräche erinnerte die Vorsitzende an ein im Koalitionsvertrag festgehaltene Absicht der Regierung, den Anteil von Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst maßgeblich zu erhöhen. „Auch hier stürzt sich der Staat auf die Privatwirtschaft. Er erhebt Datenmassen und erfindet Stufenpläne. Doch wo bleibt dabei der öffentliche Dienst?“, betonte Wildfeuer: „Der Bund muss an dieser Stelle mit den Ländern und Kommunen zusammenarbeiten und eine vergleichbare statistische Zahlengrundlage vorlegen, die Aufschluss über die Besetzung der oberen und mittleren Führungsebene im Bundes-, Kommunal- und im Landesdienst gibt.“

 

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