dbb begrüßt verstärkte Anstrengungen des Bundes zur Fachkräftegewinnung

Der dbb beamtenbund und tarifunion begrüßt, dass mit gesetzlichen Regelungen die Gewinnung von Fachkräften für den öffentlichen Dienst des Bundes vorangebracht werden soll. Schon jetzt gebe es in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes – nicht nur beim Bund – großen Bedarf an gut ausgebildetem Personal und der Wettbewerb mit der Wirtschaft nehme zu, sagte der stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Dieter Ondracek. Er hatte den gewerkschaftlichen Dachverband auch beim beamtenrechtlichen Beteiligungsgespräch zu dem Entwurf eines „Gesetzes zur Unterstützung der Fachkräftegewinnung im Bund und zur Änderung weiterer dienstrechtlicher Vorschriften“ am 23. Mai 2011 in Berlin vertreten. Das Bundeskabinett soll sich Anfang Juni mit dem Gesetzentwurf befassen.

„Der dbb begrüßt, dass der Bund mit dem Gesetz richtige Schritte zur Verbesserung seiner Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb um Fachkräfte in Angriff nehmen will – so mit der Einführung eines neuen Personalgewinnungszuschlages und dem Ausgleich von Verringerungen der Bezüge bei einer Versetzung in den Bundesdienst und der Verbesserung der Einstiegsbedingungen durch die Anerkennung von Kinderbetreuungs- und Pflegezeiten, die den Bund als Dienstherrn gerade für Eltern attraktiver macht“, sagte Ondracek. „Allerdings muss kritisch angemerkt werden, dass diese Vorhaben nicht ausreichend finanziell unterfüttert sind. Und natürlich kann auch ein Instrument wie der Personalgewinnungszuschlag nicht auf Dauer Verbesserungen in den Gehaltsstrukturen des öffentlichen Dienstes ersetzen.“

Der öffentliche Dienst in Bund, Ländern und Kommunen werde in den nächsten zehn Jahren aufgrund des demographischen Wandels fast 20 Prozent seiner Beschäftigten verlieren, das seien rund 700.000 Menschen, so Ondracek weiter. Insbesondere im IT-Bereich, bei Ingenieuren und Technikern gebe es schon jetzt eine prekäre Personalsituation, ebenso im Umweltbereich und an Berufsschulen. Auch im Zivilbereich der Bundeswehr, bei der Zollverwaltung und in den Steuerbehörden fehle es an Personal.

 

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