Dauderstädt: Zwei-Klassen-Gesellschaft im öffentlichen Dienst nicht zulassen

Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt hat die gewerkschaftliche Forderung nach 6,5 Prozent mehr für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder erneut als gerechtfertigt bezeichnet. „Es ist keine isolierte Forderung“, sagte Dauderstädt in einem Interview der „Passauer Neuen Presse“ (Ausgabe vom 27. Dezember 2012). „Wir wollen für unsere Kolleginnen und Kollegen in den Ländern lediglich das erkämpfen, was im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen schon längst Sache ist. Wir waren immer dagegen, für die Länder separat zu verhandeln, und wollen wieder zurück zur Gemeinsamkeit. Solange das nicht der Fall ist, müssen wir aufpassen, dass die Lücke nicht zu groß wird. Es darf keine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen. Unser Grundgesetz verlangt einheitliche Lebensverhältnisse. Da kann man den öffentlichen Dienst als Rückgrat des Staates nicht ausklammern.“

Auch der dbb sei „absolut dafür, dass die Verschuldung in Deutschland zurückgefahren wird“, machte der Bundesvorsitzende klar. Es sei verständlich, dass die Parlamente versuchen, die Haushalte in den Griff zu bekommen und die Schuldenbremse einzuhalten. „Aber es muss auch berücksichtigt werden, dass die Länder im nächsten Jahr nennenswerte Steuermehreinnahmen haben werden. Für uns ist entscheidend, was am Ende in der Gehaltstabelle steht.“ Benötigt werde ein Inflationsausgleich und eine gewisse Orientierung an den Abschlüssen in der freien Wirtschaft. „Der öffentliche Dienst muss attraktiv bleiben“, betonte Dauderstädt.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung