Kommunaler Nahverkehr Bayern

Corona-Prämie und Entgeltsteigerungen

In den Tarifverhandlungen am 27. April 2021 hat der dbb eine hohe Corona-Prämie für 2021 erreicht. 2022 werden die Tariferhöhungen des öffentlichen Dienstes vollständig nachgeholt.

Es gibt 1.000 Euro Corona-Prämie für alle Beschäftigten für das Jahr 2021. Für die Entgeltgruppen 1 bis 6 sind davon 800 Euro netto, 200 Euro sind steuer- und sozialabgabenpflichtig, weil die Freigrenze von 1.500 Euro überschritten ist. Unterhalb ist der gesamte Betrag steuer- und sozialabgabenfrei. Teilzeitbeschäftigten erhalten den Betrag anteilig. Die Auszahlung erfolgt mit dem Entgelt für Juni 2021.

Ab 1. Mai 2022 werden die TVöD-Erhöhungen nachgeholt. Das bedeutet eine Tariferhöhung von mindestens 3,2 Prozent. Die Tabellenwerte steigen in einem ersten Schritt um 1,4 Prozent, mindestens aber um 50 Euro. Dann werden die Werte direkt in einem zweiten Schritt um weitere 1,8 Prozent erhöht. Durch den Mindestbetrag im ersten Schritt gewinnen die unteren Entgeltgruppen überproportional. Schicht- und Wechselschichtzulagen nehmen an der Tariferhöhung teil. Laufzeit ist bis zum 31. Dezember 2022. 

Dieser Kompromiss bedeutet Wertschätzung trotz der sehr schwierigen finanziellen Ausgangslage im ÖPNV. Die Corona-Prämie 2021 kommt bei all denen an, welche die Belastungen und Ansteckungsrisiken im Fahrdienst schultern, die in den Werkstätten unter erschwerten Bedingungen arbeiten und bei den Beschäftigten, die aus dem Homeoffice parallel zur Kinderbetreuung ihren Job machen.

Hintergrund

Der Tarifvertrag für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe Bayern (TV-N Bayern) wurde durch den dbb zum 30. April 2021 gekündigt. Die Verhandlungen fanden unter den erschwerten Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie statt. Der gefundene Kompromiss steht unter Gremienvorbehalt. 

 

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