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setzen ein Zeichen

Brandenburger Rettungsdienste setzen ein Zeichen

Beschäftigte der Brandenburger Rettungsdienste demonstrierten am 4. Juni 2015 in Oranienburg für bessere Bezahlungsbedingungen. „Wenn Kolleginnen und Kollegen aus ganz Brandenburg anreisen, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt im Rettungsdienst. Denn das war kein Streik. In ganz Brandenburg funktionierte die Notfallrettung uneingeschränkt weiter“, betonte dbb-Verhandlungsführer Sebastian Wiegandt. Der gesamte Komplex Rettungsdienst muss aus Sicht des dbb so schnell wie möglich aufgewertet werden.

Das gelte für alle Berufe und alle Tariftische, so Wiegandt. „Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter – alle zusammen sind die Notfallrettung. Ein Bekenntnis der Landkreise zu den Beschäftigten im Rettungsdienst fehlt vielerorts. Denn das könnte ja Geld kosten oder Begehrlichkeiten bei anderen Berufsgruppen wecken.“ Der dbb fordert von der Politik klare Spielregeln für die Notfallrettung. An verschiedenen Tariftischen ist das Thema Notfallsanitäter aktuell. So zum Beispiel in Oberhavel, wo die Verhandlungen mit dem dbb eigentlich auf gutem Weg waren. „Der dbb ist kompromissbereit. Aber bei den Notfallsanitätern kommt trotzdem keine Einigung zustande. Das Angebot der Arbeitgeber ist nicht annehmbar“, machte der dbb-Verhandlungsführer deutlich. „Es gibt mehr Einsätze als früher und die notarztfreien Intervalle werden länger und mehr. Das Fachwissen der Kolleginnen und Kollegen wird immer besser, und die Erwartungen der Politik und Bevölkerung immer höher. Der Druck steigt. Im Rettungsdienst steigen Überstunden und Krankheitstage.

Bis zum heutigen Tag sind die Arbeitgebervertreter im Landkreis Oberhavel und anderen Landkreisen sowie die VKA dennoch nicht in der Lage, eine Aussage zu treffen, wie sie sich eine faire Bezahlung der Notfallsanitäter vorstellen. Die Zeiten, in denen Beschäftigte im Rettungsdienst bereit waren, zu Billigtarifen zu arbeiten, sind vorbei. Das ist das Zeichen, das der dbb gesetzt hat. Jetzt sind die Arbeitgeber am Zug.“

 

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