Schleswig-Holstein

Besoldungsstrukturreform: Pläne der Landesregierung gehen nach hinten los

Der Aufruf des dbb Landesbundes an seine Mitgliederbasis, die vorgesehene Besoldungsstrukturreform zu kommentieren, hat ein erhebliches Maß an Frust und Enttäuschung der Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen ans Tageslicht gebracht.

„Das verbietet eigentlich ein ‚Weiter so‘“, sagte dbb Landeschef Kai Tellkamp. Am 27. August 2019. „Wenn die Reform auf der Grundlage der von der Landesregierung vorgelegten Eckpunkte tatsächlich kommen sollte, werden die Attraktivitätsdefizite des öffentlichen Dienstes sowie die Politikverdrossenheit stärker denn je sichtbar werden.“

Im Mittelpunkt der Reform soll eine Anhebung der Besoldung um insgesamt ein Prozent in vier Schritten zwischen 2021 und 2024 stehen. Das wird von den Beamtinnen und Beamten mit Blick auf das seit zwölf Jahren gestrichene beziehungsweise gekürzte „Weihnachtsgeld“, das bereits zu Einbußen zwischen 15.000 und 25.000 Euro geführt hat, als weiterer Affront gewertet.

Unzählige Kolleginnen und Kollegen, erklärte Tellkamp, hätten bei der Befragung die Gelegenheit genutzt, ihre Meinung zu sagen und ergänzend auf erhebliche Defizite in der Büro- und Technikausstattung sowie auf zu hohe und unflexible Arbeitszeiten hingewiesen. „Die Landesregierung muss nachbessern. Andernfalls werden die Leistungsfähigkeit, die Motivation und die Loyalität der Beamtinnen und Beamten aufs Spiel gesetzt, dann werden sich negative Trends fortsetzen – von Problemen bei der Nachwuchsgewinnung bis hin zu einer von den Bürgern wahrgenommenen Überforderung des Staates, die die dbb Bürgerbefragung 2019 gerade nachgewiesen hat.“

 

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